Guantanamo-Häftlinge sollten Chips tragen

Saudi Arabien

Guantanamo-Häftlinge sollten Chips tragen

Der Vorschlag des Saudi-Königs stieß jedoch auf Skepsis von Seiten der USA.

Der saudi-arabische König hat Wikileaks-Dokumenten zufolge vorgeschlagen, freigelassene Guantanamo-Häftlinge mittels implantierter Chips überwachen zu lassen. Wie der "Spiegel" am Dienstag unter Berufung auf geheime US-Depeschen meldete, die dem Magazin von der Internet-Enthüllungsplattform zur Veröffentlichung überlassen wurden, machte König Abdallah den Vorschlag im März 2009 im Gespräch mit einem Berater von US-Präsident Barack Obama.

"Pferde haben keine guten Anwälte"
Den potenziellen Gefährdern solle wie bei Pferden oder Falken ein Elektronik-Chip eingepflanzt werden, um sie fortan überwachen zu können. Obamas Berater John Brennan habe Bedenken geäußert: "Pferde haben keine guten Anwälte", zitiert ihn das Magazin aus einer Depesche der US-Botschaft in Riad an Washington.

Das anderthalbstündige Treffen fand demnach am 15. März 2009 im Privatpalast von König Abdallah statt, die als "geheim" eingestufte Depesche stammt vom 22. März. Abdallah habe sich besorgt gezeigt über die mögliche Freilassung von Gefangenen des US-Lagers Guantanamo auf Kuba. Obama hatte bei seinem Amtsantritt Anfang 2009 versprochen, das US-Gefangenenlager auf Kuba binnen eines Jahres zu schließen, ist inzwischen aber davon abgerückt.

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