Francesca Chaouqui

Vatileaks

Heiße Papst-Angestellte im Visier der Justiz

Dabei beteuerte die 32-jährige Italienerin erneut ihr Unschuld.

Eine der Verdächtigen im Skandal um die Veröffentlichung vertraulicher Dokumente der vatikanischen Kurie, die PR-Agentin Francesca Chaouqui, ist erneut von der Staatsanwaltschaft im Vatikan befragt worden. Dies berichteten italienische Medien. Dabei beteuerte die 32-jährige Italienerin erneut ihr Unschuld.

"Ich respektiere die Ermittlungen der vatikanischen Justizbehörden und bin zuversichtlich, dass alles geklärt wird", sagte die Frau nach Medienangaben. Wegen der Entwendung der Dokumente über finanzielle Missstände im Vatikan bleibt der spanische Prälat Lucio Angel Vallejo Balda in Untersuchungshaft. Er war vor zwei Wochen festgenommen worden. Am Dienstag soll wegen der Veröffentlichung der Vatikan-Dokumente bekannt gewordene italienische Enthüllungsjournalist Gianluigi Nuzzi vernommen werden.

Nuzzi vorgeladen
Der Vatikan hatte am Mittwoch bestätigt, dass er gegen Nuzzi und dessen Kollegen Emiliano Fittipaldi wegen des Verdachts der Veröffentlichung vertraulicher Dokumente ermittele. Beide hatten vorige Woche getrennt voneinander Bücher veröffentlicht, in denen sie dem Vatikan unter anderem Veruntreuung von Spendengeldern vorwerfen. Sie stützen sich dabei auf Dokumente aus der Kurie, die ihnen zugespielt wurden.

Nuzzi hatte 2012 mit der Veröffentlichung vertraulicher Dokumente einen ersten "Vatileaks"-Skandal ausgelöst. Dabei stützt er sich auf Dokumente, die der Diener des damaligen Papstes Benedikt XVI. gestohlen hatte. Der Vatikan verfügt als souveräner Staat über eine eigene Justiz.

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