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Bürgerwehren an Grenze

Hetzjagd auf Flüchtlinge

Schreckliche Selbstjustiz: In Bulgarien machen „Patrioten-Banden“ Jagd auf Flüchtlinge.

Seit Schließung der Balkanroute weichen Flüchtlinge auf den Weg via Bulgarien aus. Jetzt sorgen Gruppen von bulgarischen „Flüchtlingsjägern“ für dramatische Aufregung: Die „Patrioten“ hetzen entlang der Grenze zur Türkei illegal eingereiste Flüchtlinge, nehmen diese fest, übergeben sie der Polizei.

„Zurück in Türkei“. Ein dramatisches Video wurde nun im Netz veröffentlicht. Aufgenommen wurde es in den Bergen von Strandja. Milizmitglieder veranstalteten eine Hetzjagd, fesseln die Flüchtlinge mit Kabelbindern: „You go back to Turkey“, schrie der Chef der „Patrioten“.

»Flüchtlingsjäger will 
Kopfgeld für Migranten«

Kriminelle. Boss der bulgarische „Flüchtlingsjäger“ ist Dinko Valev (29), ein Ex-Krimineller. Er hat eine „Privatarmee“ aufgestellt mit zwei gepanzerten Wagen und einer Quad-Flotte. So patrouillieren sie entlang der Grenze: „Bulgarien braucht Leute, die bereit sind, ihr Heimatland zu verteidigen“, lobt er sich selbst. Er fordert sogar Kopfgeld für jeden Migranten, den er festnimmt: „Europa soll uns dankbar sein.“

Doch längst sind Menschenrechtsgruppen alarmiert. Auch die bulgarische Regierung greift ein: „Festnahmen erfolgen in Bulgarien nur durch die Polizei“, so Antonio Angelow, Chef des Grenzschutzes.

Helfer streuen Gerüchte über Öffnung der Grenze

Eskalation. Auch im Flüchtlingscamp Idomeni an der griechisch-mazedonischen Grenze spitzt sich die Lage abermals zu: Nachdem vor drei Tagen Hunderte Flüchtlinge nur mit Tränengas und Blendgranaten von einem Grenzsturm abgehalten werden konnten, droht abermals eine Eskalation. Abermals kursierte im Camp ein Flugblatt, wonach die Grenze geöffnet werden könnte. Ein neuer Grenzsturm droht. Polizei und Armee sind in Alarmbereitschaft. Karl Wendl

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