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82-jährig gestorben

Italiens Ex-Präsident Cossiga ist tot

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Francesco Cossiga war Staatspräsident Italiens von 1985 bis 1992.

Italiens ehemaliger Staatspräsident Francesco Cossiga ist am Dienstag in Rom gestorben. Der 82-jährige Politiker war vor einer Woche wegen Atmungsproblemen in die römische Poliklinik "Agostino Gemelli" eingeliefert worden, sein Zustand hatte sich in den letzten Tagen deutlich verschlechtert.

Das langjährige Mitglied der Anfang der 90er Jahren aufgelösten christdemokratischen Partei "Democrazia Cristiana" hatte zwischen 1985 und 1992 nach einer steilen politischen Karriere das Amt des Staatspräsidenten bekleidet und war in der letzten Hälfte seiner Amtszeit zu einem scharfen Kritiker der Parteien und Institutionen geworden.

Landesweite Trauer
Trauerbekundungen kamen aus allen politischen Lagern. Oppositionschef Pierluigi Bersani trauerte um Cossigas Tod und fand die Worte: "Italien verliert einen außerordentlichen Menschen und ein Teil unserer Geschichte."

Auch Ex-Premierminister Massimo D'Alema zeigte seine Bestürzung wegen Cossigas Tod. "Cossiga hat eine wesentliche Rolle im demokratischen Leben unseres Landes gespiel. Wir hatten oft heftigen Streit, der jedoch im gegenseitigen Respekt und mit Loyalität ausgetragen wurde. In den letzten Jahren hat uns eine enge Freundschaft verbunden, für die ich ihm dankbar bleiben werde", kommentierte D'Alema.

Mit Cossigas Tod verliere Italien eine "unersetzliche Persönlichkeit in Italiens politischer Klasse", kommentierte der italienische Justizminister Angelino Alfano, der den beiden Kindern des Politikers Annamaria und Giuseppe kondolierte. Cossiga sei ein wesentlicher Teil der republikanischen Geschichte Italiens gewesen.

Der Koordinator der Mitte-Rechts-Partei "Volk der Freiheit" (PdL - Popolo della Liberta') von Ministerpräsident Silvio Berlusconi, Denis Verdini, betonte, Italien habe einen großartigen Staatsmann und eine "frei, antikonformistische und prestigereiche Persönlichkeit" verloren.

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