Überlebende nach neun Tagen geborgen

Wunder in Japan

Überlebende nach neun Tagen geborgen

Eine 80 Jahre alte Frau und ein 16-Jähriger wurde jetzt gerettet.

Nach all den düsteren Nachrichten aus Japan ein Hoffnungsschimmer: Neun Tage nach dem verheerenden Erdbeben haben Einsatzkräfte am Sonntag eine 80-jährige Frau und ihren 16 Jahre alten Enkel aus den Trümmern eines Hauses gerettet. Die Zahl der Toten und Vermissten aber steigt immer weiter: Die Polizei teilte laut Nachrichtenagentur Kyodo mit, dass mindestens 8.133 Menschen bei dem Erdbeben der Stärke 9 und dem davon ausgelösten Tsunami ums Leben kamen. 12.272 gelten offiziell als vermisst.

Überlebende geborgen
  Das japanische Fernsehen NHK berichtete am Sonntag über die beiden Geretteten, die in Ishinomaki in der schwer betroffenen Provinz Miyagi gefunden worden seien. Großmutter und Enkel wirkten demnach geschwächt, hätten jedoch auf Fragen der Polizei reagiert. Der Teenager soll an Unterkühlung leiden.

Von Joghurt ernährt
  Die beiden hätten sich von Joghurt und anderen Lebensmittel ernährt, die in einem Kühlschrank des zerstörten Hauses lagen, berichteter der Sender NHK. Von dem Burschen heißt es, er habe sich auf den Trümmern des Daches befunden und nach Hilfe gerufen. Ein Suchtrupp der Einsatzkräfte habe ihn entdeckt. Beide Überlebenden wurden mit einem Hubschrauber in ein Krankenhaus ausgeflogen.


Zahl der Toten steigt
  Die Zahl der Toten und Verletzten könnte nach Meldungen der japanischen Nachrichtenagentur Kyodo noch weiter steigen: Der Polizeichef in der Präfektur Miyagi sagte demnach, allein in diesem Verwaltungsgebiet seien 15.000 Menschen ums Leben gekommen. Zu den am schwersten betroffenen Orten gehört Minamisanriku, wo nach dem Tsunami von 9.500 Bewohnern jedes Lebenszeichen fehlte.

   Direkt betroffen sind zwölf der 47 Präfekturen in Japan, wie die Zeitung "Asahi Shimbun" am Sonntag in einer vorläufigen Bilanz berichtete. Die meisten Todesopfer gab es in Miyagi. Danach folgen die Präfekturen Iwate und Fukushima. Nach unterschiedlichen Angaben sind 360.000 bis 400.000 Menschen in Notunterkünften unterbracht. Sie leiden unter Kälte und mangelnder Versorgung mit dem Nötigsten.

 

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