Jet-Crash

San Francisco

Jet-Crash: Opfer von Rettung überfahren?

Experten untersuchen jetzt die Blackbox der Unglücksmaschine.

Nach der Bruchlandung einer südkoreanischen Passagiermaschine auf dem Flughafen von San Francisco schweben sechs Verletzte in Lebensgefahr. Eine Sprecherin des San Francisco General Hospital, Rachel Kagan, sagte am Sonntag auf einer Pressekonferenz, in dem Krankenhaus seien noch 19 Insassen der Unglücksmaschine in Behandlung. Sechs von ihnen seien in einem lebensbedrohlichen Zustand, darunter ein Kind. Etwa 15 Patienten seien noch bewusstlos, sagte die Chirurgin Margaret Knudson.

Bei der Bruchlandung einer Maschine der südkoreanischen Fluggesellschaft Asiana Airlines am Samstag in San Francisco waren zwei chinesische Teenager ums Leben gekommen. 182 weitere Menschen wurden verletzt.

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Horror-Crash mit Boeing 777

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    Knudson sagte auf der Pressekonferenz, viele der Patienten litten unter inneren Verletzungen oder unter Knochenbrüchen. Die Brüche gingen teilweise mit Lähmungen einher. Die lebensbedrohlichen Fälle seien die mit Schädelhirntrauma oder schweren Unterleibsblutungen.

    Zwei Patienten hätten schwerste Hautabschürfungen, so als seien sie gezogen worden, sagte Kudson weiter. Sie wisse nicht, was mit ihnen geschehen sei. Die Patienten, die in der Lage waren zu sprechen, berichteten laut der Chirurgin, sie hätten im hinteren Bereich der Boeing 777 gesessen.

    Opfer überfahren?
    Die Gerichtsmediziner prüfen auch den Verdacht, dass eines der beiden Opfer möglicherweise auf der Landebahn angefahren worden sei - von der Feuerwehr. Rober Foucrault vom San Mateo County sagte, er erwarte sich dazu nähere Erkenntnise von einer Autopsie.

    Experten begannen am Sonntag mit der Untersuchung der Flugschreiber der Unglücksmaschine, um die Ursache der Bruchlandung aufzuklären. Die Black Boxes seien am Morgen im Labor in Washington eingetroffen, sagte die Leiterin der Verkehrssicherheitsbehörde (NTSB), Deborah Hersman. Es handelt sich um den Flugdatenschreiber und den Stimmenrekorder. Die Geräte können Aufschluss über die technischen Daten des Fluges sowie über die Kommunikation vor dem Unglück geben.

    Pilot war in Ausbildung auf 777
    Der Pilot der Unglücksmaschine von San Francisco befand sich nach Angaben der südkoreanischen Fluggesellschaft Asiana Airlines in Ausbildung auf der Boeing 777. Der 46-jährige Flugkapitän Lee Kang Kuk habe 43 Stunden Erfahrung mit diesem Flugzeugtyp, sei aber mit insgesamt mehr als 9.000 Flugstunden sehr erfahren, sagte eine Asiana-Sprecherin am Montag in Seoul. Außerdem habe er einen erfahrenen Ausbilder als Ko-Pilot zur Seite gehabt.

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