Kämpfe zwischen Regime und IS: 200 Tote

Syrien

Kämpfe zwischen Regime und IS: 200 Tote

Hilfslieferungen sollen den Hungernden in eingeschlossenen Städten heflen.

Bei heftigen Kämpfen zwischen dem syrischen Regime und Anhängern der Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) im Osten des Landes sind nach Angaben von Aktivisten innerhalb von zwei Tagen fast 200 Menschen getötet worden. Unterdessen konnten Hilfskonvois vier belagerte Städte in Syrien mit dringend benötigten Hilfsgütern beliefern.

Hunderte Tote

Allein aufseiten der Armee und ihrer Verbündeten starben seit Montag nahe der IS-Hochburg Deir ez-Zor (Deir al-Zor) 120 Mann, wie die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte am Dienstag erklärte. 40 von ihnen seien von IS-Anhängern exekutiert worden. Zudem seien 70 Jihadisten umgekommen, darunter mindestens 28 Selbstmordattentäter, berichteten die Menschenrechtsaktivisten weiter. Demnach gab es auch Dutzende Verletzte. Die Kämpfe gingen weiter.

Massaker

Der IS hatte am Wochenende eine Offensive nordwestlich von Deir ez-Zor begonnen und den Vorort Al-Bagaliya überrannt. Dabei richteten die Extremisten ein Massaker an. Sie töteten oder entführten viele hundert Menschen. Deir ez-Zor und die gleichnamige Provinz stehen fast vollständig unter IS-Kontrolle. Anhänger des Regimes halten sich jedoch noch in einer Enklave westlich der Stadt.

Lebensmittellieferungen

Die von regierungstreuen Truppen belagerte Stadt Sabadani hat unterdessen Lieferungen mit Nahrungsmitteln und Medikamenten erhalten, wie das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) und der syrische Rote Halbmond am Dienstag mitteilten. Parallel erhielten die von Rebellen belagerten Orte Foua und Kafraya im Nordwesten des Landes sowie die von der Armee umstellte Stadt Madaya nahe Damaskus Treibstofflieferungen.

Menschen verhungern

Im seit einem halben Jahr durch die Regierungstruppen belagerten Madaya sollen etwa 42.000 Bewohner festsitzen. Dutzende verhungerten nach Angaben von Hilfsorganisationen bereits. In Foua und Kafraya sollen sich etwa 20.000 Zivilisten aufhalten, in Sabadani weniger als 1.000.
 

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