"Costa-Concordia"-Prozess

Kapitän Schettino vor Gericht

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Dem Angeklagten drohen bis zu 20 Jahre Haft - fast 500 Zeugen sind geladen.

Im Prozess um den Untergang des Kreuzfahrtsschiffs "Costa Concordia" vor der italienischen Küste soll am Mittwoch der angeklagte Kapitän Francesco Schettino erneut vor Gericht erscheinen. Das von großem Medieninteresse begleitete Verfahren in Grosseto hatte offiziell am Dienstag vergangener Woche begonnen, wegen eines landesweiten Anwaltsstreiks wurde der Prozess aber sofort vertagt.

Schettino ist wegen mehrfacher fahrlässiger Tötung, Verursachung von Umweltschäden und Verlassens eines Schiffes in Seenot angeklagt. Die "Costa Concordia" hatte am 13. Jänner 2012 bei einem riskanten abendlichen Manöver einen Felsen gerammt und war nur wenige Meter vor der Toskana-Insel Giglio in Schieflage geraten. Bei dem Unglück starben 32 Menschen. An Bord hatten sich auch 77 Österreicher befunden.

Die Bergung der Costa Concordia

18 Monate ist es her, dass die ,,Costa Concordia" vor der italienischen Toskana-Insel Giglio gekentert ist.

Seitdem ist das Schiff 3 Meter gesunken, was die Bergung deutlich schwerer macht.

Sollte die Aufrichtung des Schiffes im September nicht funktionieren, wird es wohl keine weitere Möglichkeit geben, da die Bedingungen immer schlechter werden.

Es wird Tag und Nacht gearbeitet, um bis September fertig zu sein, da im Winter die Arbeiten deutlich schwerer sind und nach dem Winter eine Bergung nicht mehr möglich sein wird.

Momentan werden die Bergungskosten auf 500 Millionen Euro geschätzt.

Demnächst haben Taucher die Aufgabe den Meeresboden zu inspizieren, um mögliche Umweltschäden zu ermitteln.

Am Mittwoch wird der Prozess gegen den Kapitän der ,,Costa Concordia" fortgesetzt. Francesco Schettino muss sich wegen Tötung, Körperverletzung, Havarie und Verlassen des Schiffs verantworten. Ihm drohen bis zu 20 Jahre Haft.



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