Pikante Details über Mojtaba Khamenei sorgen für Aufsehen. WikiLeaks-Berichte enthüllen eine geheime Impotenz-Behandlung in London und umstrittene Sex-Praktiken unter dem Deckmantel der Religion.
Mojtaba Chamenei, der Sohn des verstorbenen iranischen Ober-Mullahs Ali Khamenei (†86), steht im Zentrum pikanter Enthüllungen. US-Diplomatendepeschen von 2008, die die Plattform WikiLeaks damals veröffentlichte, sollen laut Medienberichten zeigen, dass der 56-Jährige wegen schwerer Impotenz mehrfach in Londoner Kliniken behandelt werden musste. Insgesamt vier Aufenthalte sind dokumentiert, wobei eine Behandlung zur Zeugung eines Kindes sogar zwei Monate dauerte.
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Um seine Zeugungsfähigkeit zu verbessern, soll der Mullah ein spezielles "Sex-Training" absolviert haben. Interessanterweise fand diese Praxis nicht mit seiner Ehefrau statt, sondern mit sogenannten "Kurzzeit-Frauen". Das Scharia-Gesetz im Iran ermöglicht dies durch ein rechtliches Schlupfloch: die "Zeit-Ehe". Diese Form der Verbindung kann zwischen einer Minute und 99 Jahren dauern und ist notariell beglaubigt. Mojtaba Chamenei soll während seiner Zeit in London mindestens zwei solcher Ehen geschlossen haben, um religiös legitimierten Sex außerhalb seiner Ehe zu praktizieren.
Prostitution hinter religiöser Fassade
Die Islam-Expertin Seyran Ateş erklärt diese Praxis im Gespräch mit "Bild": "Es handelt sich um ein für Kriegszeiten eingeführtes Prinzip aus frühislamischer Zeit. Es sollte sicherstellen, dass Männer auch dann Sex haben, wenn sie weit von ihren Ehefrauen entfernt sind, etwa bei Reisen oder im Krieg. Die 'Kurzzeit-Ehe' stellt aber auch sicher, dass die 'Ehefrauen' auch entschädigt bzw. bezahlt werden." Während viele islamische Strömungen dies heute verbieten (in Saudi-Arabien etwa wird die 'Kurzzeit-Ehe' als Prostitution gewertet und unter Strafe verboten), bleibt es im schiitischen Gottesstaat Iran gängige Praxis.