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Klage gegen US-Elite-Uni Harvard nach Belästigungs-Vorwürfen

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Drei Doktorandinnen der Elite-Uni erheben schwere Anschuldigungen: Hochschule hat Vorwürfe gegen Professor jahrelang ignoriert.

Cambridge (Massachusetts). Drei Frauen haben im Kontext mit Belästigungsvorwürfen gegen ihren Professor die US-Hochschule Harvard verklagt. Die Doktorandinnen werfen der Elite-Universität vor, die Anschuldigungen jahrelang ignoriert zu haben, wie aus der am Dienstag publizierten Klageschrift hervorgeht. Die Klägerinnen werfen Anthropologie-Professor John Comaroff vor, er habe Studentinnen ohne deren Zustimmung geküsst und begrapscht und gedroht, im Falle einer Beschwerde ihre Karriere zu ruinieren.

Comaroffs Anwälte wiesen die Anschuldigungen zurück. "Alle drei Klägerinnen haben sich wiederholt bei der Harvard-Verwaltung beschwert", hieß es in der Klage, die bei einem Bostoner Bundesgericht eingereicht wurde. Die Universität habe sich aber dafür entschieden, "ihren Star-Professor zu schützen". Die Studentinnen hatten sich nach eigenen Angaben vor fast fünf Jahren zum ersten Mal an die Uni-Leitung gewandt.

Vorwürfe erstmals vor einem Jahr bekannt geworden

Der "New York Times" zufolge waren die Vorwürfe gegen den 77-jährigen Comaroff erstmals vor mehr als einem Jahr durch einen Bericht der Universitätszeitung "The Harvard Crimson" öffentlich bekannt geworden. Der Professor wurde laut der "New York Times" wegen verbaler Verstöße gegen die Harvard-Richtlinien zur Belästigung für das diesjährige Frühjahrssemester beurlaubt. Sexuelle Übergriffe wurden Comaroff jedoch nicht zur Last gelegt.

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