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Kaltfront

10 Meter-Monsterwellen im Mittelmeer: Sturm "Harry" zieht Richtung Österreich

Der Sturm "Harry" hat Süditalien schwere Unwetter gebracht. Für große Teile Siziliens, Sardiniens und Kalabriens galt am Dienstag die höchste Warnstufe.  

Starker Sturm, heftige Regenfälle und hoher Wellengang führten zu Evakuierungen, Straßensperren und Erdrutschen. Auf Sizilien ordnete der Zivilschutz vorsorglich Evakuierungen in mehreren Gemeinden an. Insgesamt wurden rund 190 Menschen in Sicherheit gebracht.

In Giampilieri Marina bei Messina wurde eine Pflegeeinrichtung mit 32 Bewohnern evakuiert, weitere Räumungen gab es in Küstenorten bei Acireale in der Provinz Catania. In der Ortschaft Santa Teresa di Riva stürzte ein Auto in eine durch das Unwetter entstandene Senke. Der Fahrer wurde verletzt ins Krankenhaus gebracht, wie Medien berichteten.

Sturm Harry sorgt vor allem am Dienstag und Mittwoch für heftige Unwetter zwischen Italien, Tunesien und Malta.  Es drohen Orkanböen, Starkregen und haushohen Wellen. Vor Malta können die Wellen bis zu 10 Meter erreichen. Vor Mallorca immerhin noch 4 Meter. 

Während die Unwetter im Mittelmeer am Mittwoch abklingen, bleibt Sturm Harry dennoch ein entscheidender Faktor für die Wetterentwicklung in Europa. Der Sturm ist Teil einer großen Tiefdruckzone, die auch das Wetter in Österreich und Deutschland beeinflusst. Zu erwarten: Eine weitere Kaltfront, eisige Temperaturen. Durch die kalte Luft und die Störmung aus dem Süden, steigt die Wahrscheinlichkeit auch für Schnee wieder. 

Tausende Helfer auf Sizilien im Einsatz

Auf dem Vulkan Ätna retteten Einsatzkräfte eine Schweizer Touristenfamilie, die in einen Schneesturm geraten war. Die drei Personen, darunter ein vierjähriges Kind, zeigten Anzeichen von Unterkühlung. Rund 200 sizilianische Kommunen aktivierten ihre Krisenzentren, etwa 150 schlossen vorsorglich Schulen. Im Einsatz sind nach Behördenangaben rund 200 Mitarbeiter des Zivilschutzes, etwa 1.000 freiwillige Helfer sowie mehrere tausend Kräfte von Feuerwehr, Forstbehörden und Kommunen.

Auf Sardinien wurden zwei am Montag vermisste Schäfer in der Region Ogliastra lebend gefunden. Das Hochwasser verursachte schwere Schäden: In der Provinz Sassari wurden eine Staatsstraße und mehrere Provinzstraßen wegen Überschwemmungen und Erdrutschen gesperrt. Auch in Kalabrien kam es zu Verkehrsbehinderungen. Die Behörden rechnen bis mindestens Mittwoch mit weiterem Starkregen, Sturm und schwerer See.

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