"Kahlfrost" kommt

Düstere Prognose: Jetzt wird es NOCH kälter

Der Winter ist noch lange nicht vorbei. Wer bereits auf ein frühes Ende der Kälte gehofft hat, muss sich noch gedulden.

Sowohl moderne Wettermodelle als auch der traditionsreiche 100-jährige Kalender zeichnen derzeit ein erstaunlich ähnliches Bild: Frostige Temperaturen werden uns in Österreich noch über Wochen begleiten.

Nach Angaben von Meteorologen sorgt ein geschwächter Polarwirbel in Kombination mit einem blockierenden Hochdruckgebiet über Skandinavien dafür, dass trockene, kontinentale Kaltluft nach Mitteleuropa strömt. Schon bis Ende Jänner sind in vielen Regionen Frühwerte um minus zehn Grad zu erwarten, in höher gelegenen Gebieten sogar deutlich darunter. Strenger Frost ist damit kein Ausnahmephänomen, sondern Teil des winterlichen Alltags.

Gefährlicher Kahlfrost ohne schützende Schneedecke

Aktuell zeigt sich der Winter vielerorts sonnig, aber bitterkalt. Schnee bleibt weitgehend aus, was Meteorologen als klassischen „Kahlfrost“ bezeichnen. Gerade dieser Umstand birgt Risiken: Ohne isolierende Schneedecke kann der Frost tief in den Boden eindringen. Leitungen, Straßenbeläge und landwirtschaftliche Flächen sind dadurch besonders gefährdet. Im Süden des Landes sowie im Mühl- und Waldviertel werden bereits regelmäßig Tiefstwerte zwischen minus zehn und minus 15 Grad gemessen, lokal sind sogar bis zu minus 20 Grad möglich.

Februar bringt die große Kälte

Auch der Blick in den Februar verheißt wenig Entspannung. Langfristige Prognosen gehen von einer zunächst feuchten, dann zunehmend eisigen Witterung aus. Ab Monatsmitte könnten Wind und Schneefall die Kälte zusätzlich verschärfen. Eine kurze Milderung zur Monatsmitte gilt als möglich, dürfte jedoch nur von kurzer Dauer sein.

Bauernweisheit trifft Wissenschaft

Bemerkenswert ist, dass der 100-jährige Kalender zu einer ähnlichen Einschätzung kommt. Nach einem regnerischen Beginn sagt er für den Februar erneut frostige Temperaturen, Wind und später wieder Schnee voraus. Ein nachhaltiger Übergang in den Frühling sei demnach erst nach Ostern zu erwarten. Auch wenn Meteorologen solchen Langzeitregeln mit Skepsis begegnen, zeigen sie doch, wie präzise frühere Generationen Naturbeobachtungen in Erfahrungswissen übersetzten.

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