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Nach Brexit-Votum

Britische Arbeitslosigkeit auf Elf-Jahrestief

Allerdings wieder Anstieg im vierten Quartal.

In den Monaten nach der Brexit-Abstimmung in Großbritannien ist die Arbeitslosigkeit auf den niedrigsten Stand seit elf Jahren gefallen. Die nach Kriterien der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) berechnete Quote sank im Zeitraum Juli bis September auf 4,8 Prozent, teilte das Statistikamt ONS am Mittwoch mit.

Zu Beginn des vierten Quartals zeichnete sich jedoch eine Eintrübung der Lage ab: Die Zahl der Anträge auf Arbeitslosenunterstützung kletterte im Oktober um 9.800 und damit so stark wie seit Mai nicht mehr.

Arbeitslosenquote wird steigen

Die Briten hatten sich am 23. Juni für einen Austritt aus der Europäischen Union ausgesprochen. Viele Fachleute befürchten, dass dies früher oder später auf die Konjunktur durchschlägt und damit auch am Arbeitsmarkt ankommt. Die Bank of England erwartet, dass die Arbeitslosenquote innerhalb von zwei Jahren auf 5,6 Prozent ansteigen wird. Zur Unsicherheit im Arbeitgeberlager trägt bei, dass noch immer nicht sicher ist, wann der Brexit-Prozess beginnen wird. Premierministerin Theresa May will den Austritt bis spätestens Ende März 2017 beantragen, doch steht noch eine Gerichtsentscheidung über eine mögliche Parlamentsbeteiligung aus. May ließ jüngst Medienberichte dementieren, wonach sie keinen Plan für einen Austritt aus der EU habe.