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Hitziges TV-Duell

Le Pen & Macron lieferten sich heftigen Schlagabtausch

Das Duell der Antipoden könnte noch einige Stimmen und Prozentpunkte verschieben.

Die französischen Präsidentschaftskandidaten Emmanuel Macron und Marine Le Pen haben sich wenige Tage vor der Stichwahl ein hitziges TV-Duell geliefert. Dabei wollten sowohl Le Pen als auch Macron am Mittwochabend um die vielen noch unentschlossenen Wähler werben. Die Fernsehdebatte zwischen den beiden Wahlrunden ist in Frankreich traditionell einer der wichtigsten Wahlkampfmomente.

Harte Attacken

Die Rechtspopulistin von der Front National attackierte den sozialliberalen Ex-Wirtschaftsminister scharf und bezeichnete ihn als Kandidaten der "wilden Globalisierung", der "sozialen Brutalität" und des "Krieges aller gegen alle". Macron entgegnete, Le Pen verbreite "Lügen" und "Unsinn". Außerdem verkörpere sie den "Geist der Niederlage" und zeichne ein negatives Bild von Frankreich. Er wolle dagegen auf den Erfolgen und der Stärke Frankreichs aufbauen.

Die Stichwahl am Sonntag gilt als Schicksalsabstimmung für Europa, weil Le Pen ein Referendum über die EU-Mitgliedschaft Frankreichs anstrebt und im Euro-Land Frankreich wieder eine nationale Währung einführen will. Der Ex-Wirtschaftsminister Macron könnte laut jüngsten Umfragen auf 59 bis 60 Prozent der Stimmen kommen, Le Pen lag zuletzt bei 40 bis 41 Prozent. Das von den Sendern France 2 und TF1 übertragene TV-Duell war das einzige direkte Aufeinandertreffen der beiden Finalisten.

Macron: Le Pen "echte Erbin der Partei der extremen Rechten Frankreichs"

Macron bezichtigte Le Pen der Lüge und warf ihr vor, die "echte Erbin" der "Partei der extremen Rechten Frankreichs" zu sein. Le Pen bemüht sich seit Jahren, ihrer Front National eine gemäßigtere Außendarstellung zu verschaffen. Le Pens Versprechen, die Kaufkraft der Franzosen zu stärken, seien nicht finanziert, sagte Macron. "Sie werden entweder die Steuern erhöhen oder die Schulden erhöhen." Die von Le Pen geforderte Absenkung des Rentenalters auf 60 Jahre koste 30 Milliarden Euro: "Das ist nicht finanzierbar."

Le Pen hielt dagegen, sie wolle Milliarden bei den Ausgaben für die Europäische Union und für die Einwanderung einsparen. "Ich gebe den Franzosen ihr Geld zurück." Die 48-Jährige warf Macron mehrfach vor, wegen seiner Zeit als Berater des sozialistischen Amtsinhabers Francois Hollande und als Wirtschaftsminister von 2014 bis 2016 für Fehlentwicklungen mitverantwortlich zu sein. Zudem griff sie Macron wegen seiner Vergangenheit als Investmentbanker an. Ihm fehle der "Nationalgeist".

Macron warnt vor "tödlichem" Austritt aus dem Euro

Mit scharfen Worten hat der französische Präsidentschaftskandidat Emmanuel Macron die Pläne seiner Rivalin Marine Le Pen für einen Austritt aus der Eurozone angegriffen.

Eine Abkehr vom Euro wäre "tödlich" für die Kaufkraft der Franzosen und die Wettbewerbsfähigkeit der französischen Wirtschaft, sagte der Pro-Europäer am Mittwochabend in einem TV-Duell mit der Rechtspopulistin. Das Vorhaben der EU-Gegnerin sei "gefährlich".

Le Pen warf Macron im Gegenzug vor, sich Deutschland und der deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) zu unterwerfen. So sei er nach Berlin gereist, um sich den "Segen" der Kanzlerin abzuholen. Bei einem Wahlsieg Macrons würde in Wirklichkeit Merkel über die Geschicke Frankreichs entscheiden: "So oder so wird Frankreich künftig von einer Frau regiert - entweder von mir oder von Frau Merkel", sagte Le Pen.

Große Mehrheit fand Macron im Duell überzeugender

Der französische Präsidentschaftskandidat Emmanuel Macron hat im TV-Duell laut einer Umfrage deutlich besser als seine Kontrahentin Marine Le Pen abgeschnitten. 63 Prozent der befragten Zuschauer hätten den sozialliberalen Kandidaten Macron überzeugender gefunden, berichtete der Sender BFMTV in der Nacht zum Donnerstag.

34 Prozent fanden die Rechtspopulistin Le Pen überzeugender. Das Institut Elabe hatte im Auftrag des Senders 1.314 Zuschauer der zweieinhalbstündigen Debatte befragt. - mehr dazu lesen Sie hier.

Bewegung Macrons könnte stärkste Kraft werden

Macron tritt unabhängig von den traditionellen Parteien an und hatte den ersten Wahlgang am 23. April mit 24 Prozent gewonnen, Le Pen kam auf 21,3 Prozent. Laut einer neuen Studie könnte die erst vor gut einem Jahr gegründete Bewegung Macrons bei der Parlamentswahl im Juni auf Anhieb stärkste Kraft werden. Das Abschneiden seiner Formation "En Marche!" bei der Parlamentswahl gilt als großer Unsicherheitsfaktor für den 39-Jährigen.

Die Untersuchung im Auftrag der Zeitung "Les Echos" geht davon aus, dass die Bewegung 249 bis 286 Sitze in der Nationalversammlung holen könnte. Das Umfrageinstitut OpinionWay und die Firma SLPV analytics modellierten die Kräfteverhältnisse in 535 der insgesamt 577 Wahlkreise. Sie stützten sich insbesondere auf Umfragen für den ersten Wahlgang der Parlamentswahlen und die Wählerstrukturen bei früheren Abstimmungen.

Kurz geht von Sieg Macrons aus

Außenminister Sebastian Kurz (ÖVP) erklärte in einem Interview mit dem "Neuen Volksblatt" (Donnerstag-Ausgabe), er gehe davon aus, dass Macron die Wahl gewinnen werde. "Und ich halte es auch für sinnvoll, wenn Frankreich sich einsetzt, um die EU zum Positiven zu verändern und nicht, um sie zu zerschlagen." Doch stimme er "nicht in allen Sachfragen" mit Macron überein, so Kurz in dem der APA im Voraus übermittelten Gespräch.

"Er steht auch für die Sozialunion, die ich ablehne. Es kann nicht funktionieren, dass wir die Sozialsysteme in Europa schlagartig auf das gleiche Niveau bringen. Wie soll das funktionieren? Soll das bedeuten, dass wir in Österreich auf rumänische Niveaus absinken oder dass man in Rumänien dann doppelt so viele Sozialleistungen bekommt? Wenn ja, wer soll das bezahlen?", fragte der ÖVP-Politiker.

Hier finden Sie den Live-Ticker zum Nachlesen.

 23:33

Ende des TV-Duells

Die Diskussion zwischen Le Pen und Macron ist beendet. Vielen Dank für's fleißige Mitlesen!

 23:29

Fazit Le Pen

Le Pen: "Heute haben die Franzosen objektiv sehen können, worin unsere Projekte liegen. Ich liebe unser Frankreich, die Sprache, die Kultur, mit den Grenzen. Ich liebe dieses Volk, das eine bessere Behandlung verdient. Das Frankreich, das Sie wollen ist offen in alle Richtungen, aber Sie schließen Entbindungsstationen, Polizeistationen, etc. Das einzige, das Sie nicht schließen wollen, sind die Grenzen. Sie wollen unser Land fragmentieren, schwächen und letztendlich stehen hinter Ihnen Finanzmächte, die uns schwächen wollen und uns nicht stärken möchten."

 23:25

Fazit Macron

Macron: "Madame Le Pen, man bietet ihnen ein Thema an, und Sie greifen nur den Gegner an. Sie haben kein eigenes Projekt. Sie wollen nur von Angst leben. Das will ich nicht für mein Land. Das Frankreich, das ich will, hat besseres verdient. Sie sind Parasit dieses Systems der Vergangenheit. Ich verstehe den Zorn unserer Mitbürger, aber ich möchte eine Antwort darauf entwickeln durch eine Politik der Reformen." "Ich möchte ein versöhntes Frankreich, das Gegenteil, was Sie wollen."

 23:21

Le Pen zum Thema ihrer Wahl

Le Pen: "Wenn Sie so ein großes Herz für Menschen mit Behinderungen haben, sollten Sie auch unser Projekt gut finden. Seit Jahren hätten Ihre Vorschläge schon passieren müssen. Die Sozialisten kümmern sich oft nicht um diese Kinder, sie sagen es reicht das Geld nicht. Aber die Einwanderungen können wir finanzieren, dafür ist Geld da? Jeder dritte Franzose fühlt sich bedürftig, weil er nicht mehr die Mittel hat. Die Priorität sollte unseren Landsleuten vorbehalten sein." "Ich habe mir kein spezielles Thema ausgesucht. Das Frankreich, das Sie verteidigen, ist kein Frankreich. Das ist nicht meine Vision, Herr Macron. Ich glaube an Solidarität, ich glaube, dass Frankreich eine Nation ist mit einer Hoffnung, unter ordentlichen Voraussetzungen mit anderen Ländern Handel zu betreiben."

 23:19

Macron zum Thema seiner Wahl

"Wir haben auch über Überseeterritorien gesprochen, das ist ein entscheidender Punkt für unsere Wirtschaft. Außerdem möchte ich auch über die Sicherheit von Menschen mit Behinderungen sprechen. Auch Menschen mit Behinderungen sollen in den Arbeitsmarkt integriert weden, ich möchte entsprechende Unterstützungszahlungen wierdereinführen. Ich möchte nicht mehr, dass Menschen mit Behinderungen in Not fallen. Auch Kinder mit Behinderungen insbesondere Autisten muss der Schulbesuch in Frankreich ermöglicht werden. Es gibt zigtausende von Menschen mit Behinderungen, die sich selbst überlassen werden.

 23:17

Le Pen: "Sie haben meine Wähler mit Schmutz beworfen, Millionen von Franzosen haben Sie missachtet." Macron: "Ich habe niemals moralische Lehren erteilt. Die rechtsextreme Partei, die in sozialen Netzwerken Lügen verbreitet, die Journalisten bedroht, das ist die Wahrheit. Die Menschen haben es nicht verdient, Ihre Lügen, Ihren Zorn zu hören. Sie haben besseres verdient als Sie."

 23:16

Macron: "Beflecken Sie nicht auch noch unsere Institutionen, nachdem Sie gezeigt haben, wie unwürdig Sie sind." Le Pen: "Sie sind ein Kandidat auf den Knien." Macron: "Ich bin aufrecht, aber ich muss andere nicht beschmutzen. Sie bewerfen andere Leute mit Dreck."

 23:12

Macron: "Sie sind nicht würdig, Garant unserer Institution zu sein." Le Pen: "ich werde die beste Hüterin der Institution sein, ich weiß wie die Justiz funktioniert und ich weiß ganz genau, dass manche hohe Beamte Dinge machen sollen, die eigentlich gar nicht von ihnen verlangt werden dürften. Eines Tages besuchen Sie mich, dann erläutere ich Ihnen das."

 23:11

Thema Ämterhäufung

Macron: "Ich möchte die Zahl der Parlamentsabgeordneten um ein Drittel reduzieren, ich möchte, dass die Dinge klar sind, wenn man wählt, wie die Dinge weitergehen. Ich bin dafür, dass wir das Gesetz aufrecht erhalten, dass Mandatshäufung untersagt wird."

 23:07

Le Pen: "Ich wünsche mir, dass in der Grundschule 50 Prozent FranzösischUnterricht stattfindet, aber man hat die Herkunfssprachen gefördert. Die Sozialisten haben die Schüler geplündert. Ich möchte eine Schule haben, die für Bildung und Tradition steht, dass die Lehrer respektiert werden. Auch die Berufsausbildung muss angepackt werden. Es gibt Schnösel, die glauben, dass alle Abi machen müssen und dass man auf Schüler ohne Abi herabwürdigend blicken kann. Seit Jahren redet man den Jugendlichen ein, dass sie mit Abi und Studium einen fixen Arbeitsplatz bekommen, aber das stimmt ja nicht. Der Studienplatz sollte wieder erfolgbasiert sein und nicht wie Roulette. Ich bin allgemein gegen das Zurschautragen der religiösen Insignien, vor allem auch in der Schule."

 23:07

Macron: "Ich werde auch die berufliche Ausbildung fördern. Viele wollen gar keine akademische Ausbildung."

 23:05

Thema Schule

Macron: "Wir werden den Französisch-Unterricht stärken. Es werden Bildungs-Prioritäten etabliert werden. Wir wollen, dass die Kinder ordentlich französisch lernen. Wir werden 12.000 neue Lehrer einstellen. Ich werde Orientierungskurse oder Praktika einführen, damit die Schüler an das Arbeitsleben gewöhnt werden."

 23:01

Le Pen: "Ich bin sehr gut um mit Trump zu sprechen, mit Putin zu sprechen oder auch mit Großbritannien. Herr Macron, Sie haben es sich mit allen verscherzt.

 22:59

Le Pen: "Man sieht den Unterschied zwischen Ihrem und meinem Standpunkt. Frankreich ist dann respektiert, wenn Frankreich wieder Frankreich ist. Die Welt wartet auf Frankreich, wir haben es verloren. Wir haben uns Deutschland unterworfen, wir haben uns Amerika unterworfen. Frankreich muss seine Unabhängigkeit wiederfinden. Frankreich darf sich nicht unterwerfen, keiner imperalitischen Sicht. Ich möchte einen Staat haben, der von allen Nationen geachtet wird."

 22:56

Thema Trump und Putin

Macron: "Ich möchte ein starkes Frankreich. Unsere Sicherheit ist in Gefahr, in Irak, Syrien, Libyen, im Sahel ist unsere Sicherheit gefährdet. ich möchte, dass Frankreich es versteht, den Frieden zu fördern. Ich werde Trump vorschlagen, die Zusammenarbeit fortzusetzen. Ich werde mit Trump auch die Diskussion über den Klimahandel fortsetzen. In wirtschaftlicher Hinsicht brauchen wir einen integrierten europäischen Binnenmarkt, um uns gegen die USA zu schützen. Was Putin betrifft, der sitzt ja hier mit am Tisch. Der Ukraine-Konflikt muss gelöst werden. Ich werde mich keinesfalls dem Diktat Putins unterwerfen im Unterschied zu Le Pen, die sich Putin und dessen Werten unterwerfen will."

 22:55

Le Pen: "Es geht um die Verteidigung französischer Interessen. Sie verteidigen die Interessen von Deutschland."

 22:54

Macron: "Der Nationalismus, der Krieg gegen die anderen, das ist Ihr Plan, das ist Ihr Projekt. Wir haben einfach nicht dieselbe Vision, Madame Le Pen."

 22:51

Le Pen: "Wir haben gesehen, wie unsere Arbeitsplätze ausgelagert wurden, wir haben gesehen, wie die Sparguthaben geringer geworden sind." Macron: "Ja, wegen Ihres Plans." Le Pen: "Nein, wegen Europa."

 22:50

Macron: "Ich will ein Europa das uns schützt. Wir brauchen die Zusammenarbeit, wir brauchen Kontrolle für die entsandten Arbeiter, wir brauchen eine europäische Handels- und Wirtschaftspolitik, weil uns das gegenüber Russland, China und anderen großen Ländern schützt."

 22:48

Macron: "Wir wollen ein wettbewerbsfähiges Frankreich. Ich will keine Panikverkäufe, wenn Sie Ihre Pläne verfolgen, wird Bankpanik eintreten. Ich will in Europa von Anfang an klar die Senderichtlinie ändern, aber ich habe nicht nur Worte gedroschen. Ich will, dass für die gleiche Arbeit die gleichen Löhne entrichtet werden."

 22:47

Macron: "Ich habe Ihnen zugehört. Jetzt bin ich dran. Ihr Projekt ist zerstörerisch. Ich will, dass Frankreich Reformen durchführt. Es gibt zahlreiche Länder, die mit dem Euro gut zurecht kommen. Was Sie vorschlagen, ist ein Währungskrieg."

 22:42

Le Pen: "Der Euro ist nicht die Währung des Volkes." Macron: "Ich bin gegen alles, was Madame Le Pen hier vorgetragen hat. Sie bringen die große Angst ins Spiel. Großbritannien hat nichts mit uns zu tun, die waren nie im Euro-System. Der Austritt aus dem Euro-System ist ein zum Tode verurteiltes Projekt. Meine Vision ist ein starker Euro und eine europäische Politik, die im Interesse Frankreichs Stärke zeigt."

 22:40

Macron: "Ein Großunternehmen wird nicht in der Lage sein, mit Euro zu bezahlen und die Mitarbeiter mit Franc zu bezahlen. Sie wollen unseren Mitbürgern immer Angst machen."

 22:39

Le Pen zum Austritt aus der Währungsunion: "Wenn die Zentralbanken gerne mit dem Euro zahlen wollen, klar. Wenn Großbetriebe mit dem Euro bezahlen wollen, von mir aus. Die gemeinsame Währung ist für die Franzosen ohne Belang"

 22:38

Macron: "Der Euro ist nichts Abstraktes, das ist unser Zahlungsmittel. Wollen Sie denn den Franc wieder?"

 22:37

"Macron, sie haben gesagt, in zehn Jahren ist der Euro tot." Macron: "Zitieren Sie mich doch einmal richtig."

 22:36

Le Pen: "Ich mache natürlich nichts, was gegen die Meinung der Franzosen ist. Es geht hier um die Zukunft von Frankreich, um die Zukunft von Europa. Die EU tötet Europa."

 22:35

Le Pen: "Es soll einen Volksentscheid geben, das Verfassungsreferendum wird im September 2017 sein."

 22:32

Thema Europa

Le Pen: "EU nein. Man soll selbst entscheiden, wer über die Grenzen kommt, über die eigene Währung. Wenn die Vertreter der Franzosen die Gesetze wählen, dann stehen diese natürlich über den europäischen Richtlinien. Wir haben dann wieder wirtschaftliche Souveränität, wir bevorzugen französische Unternehmen. Wir wollen Schleusen haben, damit es eine bessere Regulierung gibt."

 22:30

Le Pen: "Antifa-Gruppierungen machen alles kaputt. Sind Sie für deren Auflösung?" Macron: "Ich bin für die Auflösung aller gewalttätigen Gruppierungen."

 22:27

Le Pen: "Es ist aber oft so, dass Strafen nie eingehoben werden." Macron: "Sie haben etwas gesagt, dass wieder einmal gar nichts damit zu tun hat, was ich gesagt habe. Wenn ein Jugendlicher erwischt wird, ist es Unsinn, wenn er erst nach Wochen einem Richter vorgeführt wird, aber schon am nächsten Tag wieder Verbrechen begehen kann. Mein Plan ist, wenn das Strafgeld nicht bezahlt wird, dann wird ein Verfahren eingeleitet."

 22:25

Macron: "Ich will die Möglichkeit, Strafgelder zu verhängen. Dies gibt es heute nicht. Zu 80 Prozent werden freikriminelle Akte einfach zu den Akten genommen. Ich möchte auch, dass der Polizist direkt Sanktionen verhängen kann ohne Gerichtsverhandlung."

 22:22

Was bedeutet Null-Toleranz?

Le Pen: "Immer, wenn ein Verbrechen begangen wird, muss es auch eine Strafe geben. Man muss auch über die Wiedereinführung von Mindeststrafen nachdenken."

 22:20

Macron: "Ich will die Franzosen versöhnen, nicht weiter spalten."

 22:19

Macron: "Was mich beunruhigt, sind die Lügen, die Sie verbreiten. Der Algerien-Krieg war ein Drama. Ich möchte eine neue Etappe einleiten, ich werde den Krieg nicht immer weiterführen. Madame Le Pen, sie haben das Massaker an den Algeriern verteidigt, dadurch haben Sie viele Franzosen beleidigt."

 22:18

Le Pen: "Der Staat muss reagieren. Wenn ich sehe, dass Macron in Algerien gesagt hat, dass Frankreich ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit begangen hat..." Macron: "Sie verbreiten große Lügen."

 22:16

Le Pen: "Ich verteidige Frankreich unter allen Umständen. Finden Sie denn nicht, dass Sie den Hass der Franzosen geschürt haben. Sie haben eine Mitschuld, wenn Sie eine solche Art von Reden schwingen. Die Radikalisierung verhandelt sich vor den Gerichten. Alle Sportvereine, alle Kulturklubs sollen gestoppt werden, die sind überall entstanden. Wie kann dieses Gedankengut überhaupt Einzug halten? Wieso verschließen viele Kommunalpolitiker die Augen? Es gibt viele Sportvereine, in denen religiöse Forderungen stellen, die nicht vertretbar sind."

 22:15

Le Pen: "Niemals habe ich irgendjemanden beleidigt wegen seiner Herkunft oder seiner Religion."

 22:13

Macron: "Man braucht Präventionsarbeit. Unsere Republik muss jedem Platz finden: Man muss Null-Toleranz gegenüber Terroristen zeigen, aber unsere Jugendlichen werden isoliert. Die wenden sich gegen unsere Republik. Diesem Problem müssen wir ins Auge schauen. Ich werde absolut klar und eindeutig den Kampf gegen den Terrorismus führen. Aber die Terroristen hoffen auf Spaltung, auf Hass, auf einen Bürgerkrieg. Madame Le Pen, sie wären als Präsidentin der größte Traum der Terroristen. Sie spalten die Franzosen."

 22:12

Warum radikalisieren sich junge Franzosen?

Macron: "Man muss sich fragen, wenn junge Franzosen und Französinnen, die hier aufgewachsen sind, unsere eigenen Kinder zerstören, da haben wir doch auch eine Verantwortung daran. Die erste Verantwortung haben aber natürlich die Jihadisten."

 22:12

Macron: "Sie haben sogar Führungskräfte in Ihrer Partei, die mit IS-Leuten Geschäfte machen."

 22:10

Le Pen: "Der Islamverband will Homosexuelle mit Todesstrafe bestrafen. Sie werden das nie abschaffen." Macron: "Es ist schön zu hören, dass Sie die größte Verteidigerin von Homosexuellen und Juden sind."

 22:10

Macron: "Ich werde alle Verbände, die sich gegen die Republik stellen, verbieten und auflösen."

 22:08

Macron: "Ich habe ein seriöses Programm, das nicht nur aus Theorie besteht. Le Pen kämpft gegen den Terrorismus in den Fernsehstudios, aber nicht in der Realität. Sie hat gegen jede wichtige Sicherheitsreform gestimmt."

 22:06

Macron: "Nur das Schengen macht es möglich, Grenzkontrollen wieder einzuführen. Das haben wir auch gemacht. Es ist klar, dass wir darauf achten müssen, die Terroristen sind in unseren Bahnhöfen, Flughäfen, im Internet. Wir brauchen Aufklärung und Klarheit darüber, wie wir mit potenziellen Terroristen, die von einem Land ins andere wechseln, umgehen. Madame Le Pen, Sie haben gegen diese zusätzliche Sicherheitsbestimmung der Europäischen Union. Die Wiedereinführung der Grenzkontrollen findet doch schon statt."

 22:05

Macron: "Es braucht Stärkung der Polizeikräfte und Handeln VOR dem Anschlag. Zur Gefährderkartei: Wir sind nicht in der Lage, damit eine echte Reaktion gegen den Terrorismus voranzubringen." Ein Viertel der Gefähder müssten strenger beobachtet werden, "wir müssen chirurgisch operieren und gezielt die ECHTEN Gefährder aufgreifen und ausweisen."

 22:04

Le Pen: "Wir brauchen mehr Plätze im Gefängnis und wir brauchen bilaterale Abkommen mit den Herkunftsländern, damit sie die Strafe in ihrer Heimat absetzen können. Dann haben wir auch wieder Plätze in unseren Gefängnissen.

 22:03

Le Pen: "Nichts passiert. Warum? Weil die Sicherheitsgesetze nicht verabschiedet wurden. Wir überwachen alle, nur damit man die nicht überwacht, die in der Gefährderkartei sind. Das ist doch Unsinn."

 22:02

Le Pen: "Wir wollen diese Ideologien in Frankreich nicht. Aber Sie tun nichts dagegen."

 22:01

Le Pen: "Jemand der Sie unterstützt, ist für die Steinigung der Frau", Macron: "Sie reden schon wieder Blödsinn."

 22:00

Le Pen: "Sie haben kein Projekt und Sie sind selbstgefällig. Sie kokettieren mit dem islamistischen Fundamentalismus. Wir müssen salafistische Moscheen schließen."

 21:59

Le Pen: "Wir haben 11.000 Gefährder, das ist die Bilanz Ihrer Regierung, das ist wirklich eine Schande."

 21:58

Macron: "Die Terroristen, die wir heute bekämpfen müssen, sind doch Selbstmordattentäter. Glauben Sie, dass so jemand zittert, wenn ihm nach dem Attentat die Staatsangehörigkeit aberkannt wird?"

 21:57

Thema Sicherheit & Terrorismus

Le Pen: "Das ist ein sehr sehr großes Problem, das ist in Ihrem Projekt unexistent, Herr Macron." "Wir müssen unsere Grenzen schützen und unsere Grenzen sofort schließen. Das mache ich gleich nach Amtseinführung."

 21:55

Macron: "Ich schlage vor, ein gerechtes System zu wahren. Es geht mir um ein Grundlagensystem, im Moment gibt es 37 verschiedene Systeme, das verstehen unsere Bürger doch nicht mehr."

 21:54

Macron: "Le Pen schlägt vor, mit 60 in Rente zu gehen. Das ist nicht zu finanzieren, das wird 30 Milliarden kosten. Es gibt keine Zauberfinanzen, das Rentensystem ist ein Umleitesystem".

 21:53

Le Pen: "Unser Mittelstand muss wieder erstarken. Die Ultraliberalen haben dieses einheitliche System schon lange favorisiert, aber dann gibt es keine Zusatzversicherungen mehr."

 21:52

"Wenn unser Rentensystem Schwierigkeiten hat, ist das nicht die Schuld der Franzosen sondern Ihre Schuld, die Schuld der Regierung. Nach 40 Beitragsjahren kann man mit 60 Jahren in Rente gehen", so Le Pen.

 21:50

Pläne zum Rentenalter

Le Pen: "Nach 40 Beitragsjahren dürften sie mit 60 in Rente gehen." Einführung plane sie bis zum Ende der fünfjährigen Amtszeit.

 21:46

Macron: "Ich denke an unsere Überseegebiete. Da gibt es das große Problem der Unterversorgung im Gesundheitsbereich. Wir geben sehr viel Geld aus, um die Bürger aus den Überseegebieten nach Frankreich zu fliegen. Billiger wären Fachärzte vor Ort."

 21:42

Thema soziale Absicherung

Le Pen: "Ich will die Absicherung retten. Diese Sicherungssysteme sind stark gefährdet. Sie haben schon gesehen, dass dies von Macron und anderen aufgeweicht wird."

 21:41

Thema Leihmutterschaft

"Ich möchte, dass Kinder Rechte haben, wenn sie hier geboren werden", so Macron. "Mit Ihnen kann das Kind auf der Straße verrecken."

 21:40

Macron: "Ich übernehme alle Verantwortung, für alles, was ich als Minister gemacht habe. Aber ich stehe nicht ein für die Verantwortung von anderen. Sie werfen mir Dinge vor, die ich nicht getan habe. Extremisten argumentieren so." Le Pen: "Wieso beleidigen Sie mich?"

 21:39

Macron: "Sie werden entweder das Defizit erhöhen oder doch die Steuern erhöhen. Ich will keine dieser Lösungen."

 21:38

Macron: "Ich habe erklärt, wie ich meine Steuersenkung finanzieren möchte. Sie schlagen gar nichts vor. Unsere Mitbürger verstehen, dass das irgendjemand bezahlen muss. Sie haben keine Lösung, wer die Steuersenkungen bezahlen soll."

 21:38

Macron: "Ich behandle die Franzosen wie Erwachsene. Sie lügen, Sie lügen, Sie lügen." Le Pen: "Ich glaube, sie behandeln die Franzosen wie Kinder..."

 21:37

Macron: "Sobald Sie Präsidentin sind, gibt es über Nacht keinen Sozialbetrug mehr?" Le Pen: "Ich werde Ihnen zeigen, was ich alles schaffen kann!"

 21:36

Le Pen: "Ich will den Franzosen ihr Geld zurückgeben. Sie geben nicht Ihr Geld aus, sondern das Geld der Franzosen." "Allein die Einwanderung bringt unglaubliche Kosten mit sich. Sozialbetrug, wollen Sie das denn überhaupt angehen?", fragt le Pen Macron.

 21:36

Le Pen: "Denken Sie einmal daran, wieviel wir an Ihre Europäische Union zahlen."

 21:35

Macron: "Sie haben Recht, Frankreich ist mehr als das. Es geht doch hier nicht um Ihre Familien-Vision."

 21:35

Alle Ehrenamtler sollen alle fünf Quartale ein weiteres freies Quartal haben, so Le Pen. "Die, die die freiwillige Arbeit leisten, werden oft vergessen. In meiner Vision kann man nicht alles kaufen oder verkaufen. Frankreich ist mehr als das."

 21:34

Le Pen: "Ich bin für eine Stärkung der Kaufkraft, Sie, Herr Macron, sind dafür, dass man Frankreich plündern oder kaufen kann. Das ist nicht meine Vision"

 21:33

Wenn Sie das Wohngeld abschaffen, werden sehr viele Haushalte nicht überleben können, so Le Pen an Macron.

 21:32

Le Pen: Macron mache ihr den Vorwurf, dass sie die Kaufkraft stärken wolle. "Die Mehrarbeit darf nicht besteuert werden und wir brauchen eine Prämie für die kaufkraft für geringe Verdiener und einen Aufschlag auf die Importe. Strom und Gas muss preiswerter werden, die Familien leiden darunter, auch die Rentner. Sie hauen mit ihren Vorschlägen auf die Rentner, Herr Macron."

 21:31

Le Pen: "Sie geben ihnen also was mit der rechten Hand und nehmen es ihnen mit der linken wieder weg?"

 21:29

Macron: "Ich senke die Lohnnebenkosten und die Lohnsteuer um 3 Punkte. Wir brauchen eine allgemeine Arbeitslosenversicherung, auch für Bauern zum Beispiel. Ich werde für alle Arbeitnehmer die Sozialabgaben senken, sodass alle Menschen, die arbeiten, an Kaufkraft gewinnen. Die Erhöhung anderer Abgaben ist deutlich geringer, 40 Prozent der ärmsten Rentner wären überhaupt nicht betroffen von dieser Änderung. Die anderen 60 Prozent werden eine geringe Erhöhung in Kauf nehmen müssen."

 21:28

Le Pen zur Kaufkraft

Le Pen attackiert Macron schon wieder: Er habe Steuererhöhungen eingeführt, als er in der Regierung war.

 21:27

Macron zum Haushalts- und Steuerplan

"Ich schlage Sparmaßnahmen vor, um Investitionsspielräume zu gewinnen. Der Staat ist defizitär, der Haushalt ist defizitär, das ist nicht gut für uns." Vorschläge, Mindestlohn, Senkung der Wohnsteuer, Steuererleichterung für Bürger und Unternehmen.

 21:25

Macron: "Ich werde dafür kämpfen, dass wir in den Verhandlungen besser dastehen." Le Pen: "Sie sind doch überhaupt nicht glaubwürdig." Macron: "Ich habe Siege gewonnen, ich habe Verluste erlitten, aber ich habe immer gekämpft." Le Pen: "Sie und Siege?!"

 21:25

Le Pen: "Sie sind ausgebuht worden, Herr Macron." - "Natürlich gibt es Zorn, aber Sie haben überhaupt nichts vorzuschlagen", kontert Macron.

 21:24

Macron: "Ich habe erfahren, wie der Zorn der Leute ist. Ich bin reingegangen in die Firma, ich war in indirektem Kontakt mit den Mitarbeitern. Sie haben nichts getan."

 21:24

Macron: "Den Rettungsfonds, den Sie hier vorschlagen, gibt es schon. Sie sagen einfach irgendetwas, was ihnen einfällt."

 21:23

"Sie gehen davon aus, dass das Gesetz des Stärkeren greifen sollte", wirft Le Pen Macron vor.

 21:22

Le Pen: "Alle, die die Standorte verlagern, sollen zusätzliche Steuern zahlen. Wenn es für sie aber finanziell uninteressant ist, dann machen die das nicht."

 21:21

Macron: "Wie sollen die kleinen Geschäfte denn verhandeln? Sie brauchen Flexibilität" - Le Pen: "Aber in der Branche gibt es große und kleine, es gibt nicht nur Kleinstunternehmen."

 21:18

Macron: "Das Unglaubliche ist, dass Sie nie auf die Fragen antworten. Mir geht es um die Klein- und Mittelbetriebe in unserem Land. Es geht nicht nur um die großen Konzerne. Die Klein- und Mittelbetriebe wollen bessere Anpassungen."

 21:18

Le Pen: "Wir brauchen einen radikalen Wandel."

 21:17

Le Pen: Macrons Plan wird nur zu mehr Arbeitslosigkeit führen. "Sie waren Mitglied einer Regierung, die dieses Arbeitslosigkeitsgesetz eingeführt hat. Sie stehen nicht zu Ihrer Verantwortung."

 21:16

Le Pen: "Ich möchte, dass Verhandlungen auf Branchenebene stattfinden. Macron will auf betrieblicher Ebene verhandeln. Sie schaffen dann einen nationalen Wettbewerb."

 21:15

Macron: "Le Pen will keine Diskussion über die Hintergründe, sie will über die Vergangenheit sprechen."

 21:14

"Sie berauben Unternehmen, das ist Ihr großes Talent", so Le Pen an Macron.

 21:13

Macron attackiert Le Pen

"Sie reden doch nur dummes Zeug!"

 21:11

Macron fragt nach Le Pens Strategie

"Ihre Strategie ist wohl einfach, Lügen zu verbreiten, aber Sie schlagen nichts vor!"

 21:10

Keine Lösungen von Le Pen

Die Front National-Kandidatin liefert keine Lösungen, sondern zeigt nur auf, was Macron alles falsch gemacht hat.

 21:09

500.000 Arbeitsplätze sind unerreichbar, weil sie durch Arbeitskräfte aus dem Ausland befüllt werden, so Le Pen. "Es gibt keinen Wirtschaftspatriotismus, das finden Sie wohl schlimm. Sie sind jemand, der sich einfach unterwirft" - Le Pen attackiert Macron weiter.

 21:08

Le Pen zum Arbeitsmarkt

Macron habe die Politik von Hollande unterstützt. "Warum haben Sie nicht Herrn Hollande ihre Rezepte eingeflüstert? Ihre Ergebnisse waren außerordentlich schlecht", attackiert sie Macron.

 21:07

Man brauche ein Arbeitsrecht, das nicht von Unflexibilität bestimmt werde, man brauche Verträge, um wirtschaftlichen Risiken Widerstand zu leisten, so Macron.

 21:05

Thema Wirtschaft & Arbeitslosigkeit

Macron: "Das Problem ist die Arbeitslosenquote." Im wirtschaftlichen Mittelstand müsse man Möglichkeiten schaffen. "Ich möchte die Dinge vereinfachen, indem ich ein Recht auf Irrtum einführe."

 21:05

Macron: "Es gibt sehr viel zu verändern, und das möchte ich erreichen. Ich werde das Maximale tun, um Veränderung herbeizuführen. Ich will das Frankreich der Errungenschaften, das ist unser Frankreich."

 21:04

Macron fragt Le Pen: Wollen Sie diesen Geist der Niederlage? Für die Rechtspopulistin sei alles zu schwierig. "Sie sagen nein, wir werden uns von allem zurückziehen."

 21:03

Macron ist am Wort

"Le Pen ist die echte Erbin eines extrem Rechten Systems, das sich aus der Wut der Franzosen wehren will."

 21:02

Macron habe seine Maske fallen lassen, er habe sich für zynische Themen entschieden, die seine Kühlheit zeigen. Die letzten Tage haben laut Le Pen viel klar gemacht.

 21:02

Le Pen beginnt

"Ich bin die Kandidatin des Volkes, des Staates, der Sicherheit bietet, wir sind gegen unfairen Wettbewerb, gegen ein Ansteigen des fundamentalistischen Islamismus."

 21:00

Es geht los!

Themen sind Wirtschaft, Tourismus, Bildung und Europa

 20:51

Herzlich Willkommen zum oe24.at-Live-Ticker!

Um 21 Uhr beginnt das brisante Duell zwischen den Präsidentschaftskandidaten.