Mehrere Staaten beteiligen sich an Militäreinsatz

Libyen-Krise

Mehrere Staaten beteiligen sich an Militäreinsatz

Mehrere Staaten tragen die Aktion gegen Gaddafis Truppen.

Der Militäreinsatz zur Durchsetzung des Flugverbots über Libyen und zur Beendigung der Kampfhandlungen wird wahrscheinlich vor allem von französischen, britischen und US-Streitkräften getragen werden. Mehrere weitere Staaten haben jedoch zugesagt, sich mit Schiffen und Flugzeugen zu beteiligen oder Luftwaffenstützpunkte zur Verfügung zu stellen:

FRANKREICH verfügt über rund 100 Kampfflugzeuge, vorwiegend vom Typ Rafale und Mirage 2000, sowie AWACS-Flugzeuge zur Luftraumüberwachung. Der Flugzeugträger "Charles de Gaulle" befindet sich derzeit im südfranzösischen Marinehafen Toulon, könnte aber auslaufen und vor die libysche Küste verlegt werden. Zudem befand sich bis vor kurzem ein Helikopterträger der Mistral-Klasse in der Region. Die Stützpunkte Solenzara auf Korsika und N'Djamena im Tschad sind in Alarmbereitschaft und könnten als Basis benutzt werden.

GROSSBRITANNIEN hat Kampfflugzeuge vom Typ Tornado und Eurofighter in die Nähe von Libyen, möglicherweise nach Zypern, verlegt. Die britischen Basen auf Malta können nicht benutzt werden, da die maltesische Regierung ihre Verwendung für den Einsatz verweigert hat. Zudem befinden sich die Fregatten "Westminster" und "Cumberland" im Mittelmeer.

Die VEREINIGTEN STAATEN haben auf dem Stützpunkt Sigonella auf Sizilien F-15 und F-16 Kampfflugzeuge stationiert. Der Helikopterträger "Bataan" und zwei weitere Kriegsschiffe brachen am Mittwoch von den USA ins Mittelmeer auf, wo sie die Helikopterträger "Kearsarge" und "Ponce" ablösen sollen. Zudem befinden sich derzeit die Zerstörer "Barry und "Stout" im westlichen Mittelmeer.

Die NATO hat bisher keine direkte Beteiligung zugesagt. Das Bündnis hat jedoch eine Reihe von AWACS-Flugzeugen rund um die Uhr zur Überwachung des Luftraums über Libyen im Einsatz. Zudem entsandte die NATO kürzlich drei Marineschiffe in die Region und hat einen Verband von Minenjagdbooten in der Nähe.

ITALIEN hat die Nutzung von sieben Luftwaffenstützpunkten im Süden des Landes angeboten. Möglicherweise beteiligt sich Rom auch mit eigenen Einheiten der Luftwaffe und der Marine.

SPANIEN hat eine Beteiligung seiner Luftwaffe und seiner Marine versprochen sowie die Nutzung der Militärflughäfen in Rota und Moron in Südspanien in Aussicht gestellt.

KANADA hat die Beteiligung von sechs Jagdbombern CF-18 zugesagt. Zudem befindet sich die Fregatte "Charlottetown" in der Region.

DÄNEMARK hat angeboten, sich mit sechs F-16-Jagdflugzeugen und einem Transportflugzeug an dem Einsatz zu beteiligen. Die Kampfjets waren bereits am Samstag in der Früh auf eine NATO-Basis in Sizilien geflogen, nachdem das Parlament in Kopenhagen in einer Nachtsitzung einstimmig Grünes Licht für den Einsatz gegeben hatte.

NORWEGEN will sechs F-16-Maschinen zur Durchsetzung der Flugverbotszone über Libyen bereitstellen.

BELGIEN hat eine Beteiligung von vier seiner sechs bei der NATO eingesetzten F-16-Jagdflugzeuge sowie den Einsatz eines Minenjagdboots angeboten.

KATAR hat eine nicht genauer benannte Beteiligung zugesagt. Ein UN-Diplomat der VEREINIGTEN ARABISCHEN EMIRATE hat ebenfalls eine Teilnahme versprochen, doch wurde diese bisher nicht bestätigt.
 

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