Pleite

Spielwaren-Gigant insolvent: 2.000 Mitarbeiter betroffen

Nach über 40 Jahren beantragt ROFU Kinderland Insolvenz in Eigenverwaltung. Das Unternehmen möchte alle Filialen erhalten. 

Die ROFU Kinderland Spielwarenhandelsgesellschaft mbH aus dem deutschen Hoppstädten-Weiersbach hat Insolvenz in Eigenverwaltung beantragt. Das bestätigte das Unternehmen am Mittwochmorgen.

Das Amtsgericht Idar-Oberstein ordnete bereits am 19. Januar das vorläufige Verfahren an. ROFU betreibt 104 Filialen in sieben Bundesländern und zählt zu den größten Spielwaren- und Babyfachmärkten im Südwesten Deutschlands.

Gründe für die Insolvenz

Gestiegene Kosten, harter Wettbewerb und anhaltende Konsumzurückhaltung setzen dem Spielwarenhändler zu. Besonders das schwache Weihnachtsgeschäft soll den Ausschlag für den Insolvenzantrag gegeben haben.

Sanierungsverfahren und Perspektive

„Das Eigenverwaltungsverfahren eröffnet dem Unternehmen eine Perspektive für die Zukunft“, sagt die vorläufige Sachwalterin Annemarie Dhonau. In den kommenden Monaten wird sie das Verfahren im Interesse der Gläubiger begleiten. Parallel soll ein neuer Investor gefunden werden, um das Unternehmen langfristig zu erhalten.

Management und Filialbetrieb

Die Geschäftsführer Michael Fuchs und Michael Edl bleiben im Amt und werden bei der Sanierung von Spezialisten unterstützt. Laut Fuchs bleiben die 104 Fachmärkte zu den gewohnten Zeiten geöffnet, auch der Onlineshop läuft normal weiter. Die Gehälter der rund 1.970 Mitarbeiter sind für drei Monate über das Insolvenzgeld gesichert.

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