Durch Tropfinfusion

Mutter injizierte Kot in krebskranken Sohn

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Der 15-Jährige musste sich erbrechen, bekam Durchfall und Fieber.

Die 41-jährige Tiffany Alberts besuchte ihren 15-jährigen Sohn regelmäßig im Riley Hospital for Children, wo er wegen seiner Leukämie behandelt wurde. Dort soll sie ihm Kot in die Tropfinfusion injiziert haben.

Krankenhauspersonal ratlos

Als der 15-Jährige plötzlich Infektionen in seinem Blut entwickelte, die Bakterien enthielten, die normalerweise nur in Fäkalien gefunden werden, schöpfte das Krankenhauspersonal Verdacht. Das medizinische Personal konnte sich nicht erklären, woher die Bakterien kamen, da es keine medizinische Erklärung für ihr Auftreten gab.

Auch als die Chemotherapie des krebskranken Teenagers abgebrochen wurde, musste er mit Erbrechen, Durchfall und Fieber kämpfen.

Mutter durch Videoüberwachung ertappt

Als eine Krankenschwester am 19. November schließlich das Material einer Videoüberwachungskamera sichtete, bemerkte sie etwas Seltsames: Es sah so aus, als würde die Mutter etwas in den Infusionsbeutel ihres Sohnes injizieren.

Eineinhalb Stunden später soll sie die Prozedur wiederholt haben.

Säckchen mit Fäkalien entdeckt

Die Polizei entdeckte schließlich bei ihren Ermittlungen im Badezimmer des Krankenhauses ein Säckchen mit Fäkalien.

Bei einer ersten Befragung behauptete die Mutter, dass sie Wasser in den Beutel injiziert habe, da die Medizin ihren Sohn gebrannt habe. Später jedoch gab sie zu, dass sie den Kot des 15-Jährigen gesammelt und ihm injiziert habe.

Wechsel in anderes Krankenhaus

Mit ihrer fragwürdigen Aktion habe sie einen Transfer in ein anderes Krankenhaus hervorrufen wollen, um ihrem Sohn eine bessere Behandlung zu garantieren.

Seit die Mutter nicht mehr in die Nähe des Bettes kommen durfte, erholte sich der 15-Jährige wieder. Aufgrund der Infektionen wurde seine Chemotherapie für 55 Tage verzögert, was ein hohes Risiko einer Wiederkehr seiner Krebserkrankung hervorrief.

Anklage

Die Mutter muss sich nun wegen gefährlicher Körperverletzung in sechs Fällen sowie Vernachlässigung eines Abhängigen, die schwere körperliche Verletzung zur Folge hatte, verantworten.

Am 17. Jänner muss sie vor Gericht erscheinen.

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