Österreich-Bär macht Schweiz unsicher

Braunbär im Engadin

Österreich-Bär macht Schweiz unsicher

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Der Braunbär ist nicht menschenscheu. Spektakuläre Fotos entstanden nun im Unterengadin.

Er knackt Bienenhäuser, erschreckt Touristen und ist bei seinem „Streifzug“ durch drei Länder mittlerweile in der Schweiz gelandet: Braunbär "M13" macht seit vier Tagen das Engadin unsicher – und niemand weiß, wo er das nächste Mal auftaucht.

Zuerst Tirol, dann Schweiz
M13, den Namen erhielt er von italienischen Behörden, wurde zuerst in Südtirol und am Oster-Wochenende am Tiroler Reschenpass gesehen. Seit Samstag ist er in der Schweiz unterwegs und hat mindestens drei Bienenstöcke ausgeräumt – auch jenen von Karl Andersag (62) aus Tarasp. Er sagte zu Blick: „Meine Nachbarn hörten nachts Lärm. Am nächsten Morgen sah ich, dass ein Bienenstock am Boden liegt. Er hat ein paar Waben samt Brut gefressen. Das reut mich. Aber er ist ein Bär. Er handelt halt instinktiv.“

Eine Nacht später erschreckte M13 dann Josef Grass (69): "Was hätte ich machen sollen, ich kann doch keinen Bär verscheuchen", sagte er. Laut Experten ist M13 ein zweijähriges Männchen mit 80 bis 100 Kilogramm. "Sein Vater heißt Gasper und stammt ursprünglich aus Slowenien, die Mutter heißt KJ2", sagt der zuständige Jagdinspektor Georg Brosi. Für alle Experten ist außergewöhnlich, dass M13 so wenig Scheu zeigt – ein Bär im Siedlungsgebiet, das kommt selten vor.

Kein Abschuss
Für Menschen gilt: Abstand halten. Man soll sich nicht nähern, fotografieren, filmen oder füttern, warnen Experten. M13 sei aber noch nicht so ein Problem, dass er zum Abschuss freigegeben wird – wie Bruno 2008.

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