Rechtzeitig gewarnt

Pseudo-Rache: USA waren vorab informiert

Der Iran hat als Vergeltung für die Bombardierung seiner Atomanlagen einen US-Militärstützpunkt in Katar angegriffen.  

Die Operation mit dem Namen "Verheißung des Sieges" habe begonnen, hieß es in einer Erklärung der staatlichen Nachrichtenagentur IRNA. Nach Medienberichten wurden auch Raketen auf Ziele im Irak abgefeuert. Der Angriff in der katarischen Hauptstadt Doha galt dem Luftwaffenstützpunkt Al-Udeid, jedoch wurden laut Katar alle Raketen erfolgreich abgefangen.

Stunden vorher gewarnt

Allerdings wurde die katarische Regierung Medienberichten zufolge schon Stunden vor dem Angriff über das Vorhaben informiert. Die Regierung in Doha gab die Information umgehend an die USA weiter, die daraufhin die betroffene Basis evakuierte.

Amerikanische Medien sprechen von einer Wiederholung der Situation von 2020. Damals ließ Trump den Chef der iranischen Al-Quds-Brigaden Qasem Soleimani im Irak töten – die USA und der Iran standen in Folge am Rande eines Krieges. Teheran reagierte auch damals mit einem Raketenangriff auf einen US-Stützpunkt im Irak – und auch damals wurde Washington vorab gewarnt.

Israel will Krieg bis Ende der Woche beenden

Israel strebt nach einem Medienbericht ein Ende des Kriegs mit dem Iran bis Ende der Woche an. Der öffentlich-rechtliche Kan-Sender berichtete dies unter Berufung auf israelische Sicherheitskreise. Israel habe die meisten seiner Kriegsziele im Iran erreicht. In Israel umfasst das Wochenende Freitag und Samstag, am Sonntag beginnt die Arbeitswoche.

Es stelle sich allerdings die Frage, welche Ziele die iranische Führung nach den Angriffen auf US-Ziele in Katar noch verfolge, hieß es weiter in dem Kan-Bericht. Man warte in Israel auf die Entscheidung des obersten Führers der Islamischen Republik, Ali Khamenei, nach den US-Angriffen auf iranische Atomanlagen.

Sollten die USA nach den iranischen Gegenangriffen noch weiter in den Krieg einsteigen, werde auch Israel seine Attacken fortsetzen, "um die Erfolge weiter zu vertiefen". Kan zitierte einen namentlich nicht genannten Sicherheitsrepräsentanten mit den Worten: "Die nächsten Tage werden am intensivsten sein, mit dem Ziel, den Ton vorzugeben und die Iraner davon zu überzeugen, aufzuhören. Sollte das nicht funktionieren, werden wir mit aller Macht weitermachen."

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