Österreicherinnen oder Österreicher waren nach derzeitigem Stand nicht unter den Opfern.
Eine Silvesterparty in einer Bar im Schweizer Nobel-Skiort Crans-Montana ist in einer Feuertragödie mit aktuell 40 Toten geendet.
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Zu den über 100 größtenteils Schwerverletzten gehören junge Leute im Alter von 16 bis 26 Jahren. Per Hubschrauber wurden 22 Patienten in dieser Altersspanne in das Universitätsklinikum nach Lausanne geflogen, sagte Klinikdirektorin Claire Charmet der Schweizer Zeitung "24 Heures".
Es handle sich um die Überlebenden mit den schlimmsten Brandverletzungen. Ihre Behandlung werde Wochen, wenn nicht Monate dauern. Acht Patienten hätten wiederbelebt werden müssen, so Charmet: "Wir verlegen sie gerade aus der Notaufnahme in die Intensiv- und Spezialstation." Es sei ein Krisenplan für einen Massenanfall von Verletzten aktiviert worden und alles irgendwie greifbare Personal mobilisiert worden. Das Klinikum richte sich auf die Aufnahme weiterer Opfer mit weniger schlimmen Brandverletzungen ein.
Tiefe Betroffenheit
Das Unglück in der Bar "Le Constellation" löste bei Anrainern, Touristen und Politikern Erschütterung aus. "Dieser Abend sollte eigentlich ein Fest sein, doch er wurde zu einem Alptraum", sagte der Präsident der Regierung im Kanton Wallis, Mathias Reynard. Bundeskanzler Christian Stocker (ÖVP) sprach der Schweiz "im Namen der österreichischen Bundesregierung und auch persönlich" sein tief empfundenes Beileid aus.
Im Kanton selbst waren die Krankenhäuser nach dem Inferno überlastet. Die Notaufnahme im wichtigsten Krankenhaus in Wallis war voll, Verletzte wurden am Donnerstag in verschiedene Spitäler der Schweiz gebracht. Mehr als ein Dutzend Opfer kamen in die - wie jene in Lausanne - auf Brandverletzungen spezialisierte Zürcher Uni-Klinik. Andere Verletzte wurden auch nach Genf gebracht.
Österreicherinnen oder Österreicher waren nach derzeitigem Stand nicht unter den Opfern, hieß es am Donnerstag auf APA-Anfrage aus dem Außenministerium in Wien.