Mega-Teuerung

Aufstand im Iran: Tote und Verletzte bei Teuerungs-Demos

Volk geht in Massen auf die Straßen, Präsident räumt Fehler ein. Seit der islamischen Revolution 1979 gab es im Iran (mit aktuell 90 Millionen Einwohner) keine solchen Aufstände mehr. 

Den fünften Tag in Folge sind Abertausende im Iran wegen der Wirtschaftskrise gegen die unterdrückerische Regierung auf die Straße gegangen. Die Inflation beträgt 40%, die Benzinpreise sind in einem Jahr um 70% gestiegen.

Präsident will beschwichtigen

Während die Sicherheitskräfte mit einem massiven Aufgebot einrücken, sucht Irans Präsident Massoud Pezeshkian unterdessen den Dialog: Er hat den Notenbank-Chef gefeuert und verspricht Maßnahmen gegen die Teuerung.

Vor allem in den ländlichen Regionen kam es seit Mittwochabend zu schweren Zusammenstößen zwischen Demonstranten und Sicherheitskräften. In Kuhdasht in der westlichen Provinz Lorestan sei ein 21-jähriges Mitglied der Basij-Einheiten ums Leben gekommen, berichtete der staatliche Rundfunk. Der Justizchef der Provinz kündigte an, die Verantwortlichen mit einer Politik der „Null-Toleranz“ zur Rechenschaft zu ziehen.

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