"Putin wird alles tun, um Merkel zu verhindern"

Kreml-Kritiker schlägt Alarm

"Putin wird alles tun, um Merkel zu verhindern"

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Er gilt als Erzfeind Putins: Jetzt schlägt er Alarm.

Erst Schachweltmeister, dann politischer Aktivist. Er gilt als einer der erbittertsten Gegner Putins: Garri Kasparow.  Kasparow zog sich 2005 aus dem Wettkampf-Schach zurück, nachdem er die internationale Schachbühne über zwei Jahrzehnte dominiert hatte. Der Putin-Kritiker ist seit 2014 außerdem kroatischer Staatsbürger und fühlt sich seit Jahren vom Regime verfolgt.

"Ich habe ernste Zweifel, dass ich bei einer Rückkehr nach Moskau das Land wieder verlassen kann. Ich verzichte für den Moment darauf, nach Russland zurückzukehren", sagte er 2015 in Genf. Er gilt als eine der wichtigsten Stimmen gegen Russlands Putin. Seit 2013 lebt er in New York.

"Putin will Merkel verhindern"
Jetzt lässt er im Bild Interview erneut aufhorchen: "Putin wird alles tun,  um Merkel zu verhindern". Hintergrund seiner Vermutung: Die zahlreichen russischen Hacker-Angriffe in den vergangenen Monaten. Erst in den USA, zuletzt auf die Wahlkampagne des neuen französischen Präsidenten Emmanuel Macron.

"Putin will Merkels Wiederwahl unbedingt verhindern! […]  Merkel ist die Schlüsselfigur der EU. Putin weiß: Solange es Merkel gibt, bleiben die Sanktionen bestehen", so der Exil-Russe zu BILD.

Aber Kasparow sieht Hoffnung. Denn die letzten Wahlergebnisse haben gezeigt, Putin kann nur begrenzt eingreifen. Ihm gehe es vor allem darum, die EU zu schwächen. "Putin hat in Frankreich verloren, er hat in den Niederlanden verloren – und hoffentlich wird er auch in Deutschland verlieren", so der Aktivist weiter.

Putin will Demokratie zerstören
Doch er warnt. Zwar wäre die Sowjetunion bereits gefährlich gewesen, doch Putin ist gefährlicher. "Er versucht, die Demokratien von innen zu zerstören."  Sind wir Putins Eskapaden also alle schutzlos ausgeliefert? Mitnichten, so der Ex-Schachweltmeister. Doch Putin müsse endlich Konsequenzen für seine Taten spüren. Kasparow gegenüber BILD: "Solange Putin keinen Preis für seine Aktionen bezahlen muss, wird er weitermachen.“

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