Istanbul Bombe

Nach Selbstmordattentat

Rätselraten um Bombe in Istanbul

Innenministerium arbeitet nun mit den türkischen Behörden zusammen.

Nach dem Selbstmordanschlag in Istanbul vom Sonntag berichtete die Tageszeitung "Sabah" am Mittwoch, dass ein Experte aus Wien den Zünder begutachten soll, der nach Einschätzung der türkischen Polizei aus Österreich stammt.

Attentäter identifiziert
Den Attentäter identifizierte die türkische Polizei inzwischen als den 24-jährigen Vedat Acar aus einem kurdischen Dorf im Südosten der Türkei. Acar gehörte demnach seit sechs Jahren der verbotenen PKK an, war im PKK-Hauptquartier im Nordirak ausgebildet worden und vor drei Monaten über die Landgrenze aus dem Irak in die Türkei eingereist. Die PKK (Arbeiterpartei Kurdistans) hatte sich entschieden von dem Anschlag distanziert, bei dem am Sonntag auf dem Taksim-Platz in Istanbul 32 Menschen verletzt wurden.

Keine Bestätigung, dass Zünder aus Österreich stammt
Der Sprecher des Innenministeriums, Rudolf Gollia, wies die Darstellung zurück, ein österreichischer Ermittler sei nach Istanbul entsandt worden. Er verwies allerdings auf einen Verbindungsbeamten an der Botschaft in Ankara, der wegen des Anschlags in Kontakt mit dem türkischen Innenministerium stehe. "Bisher gibt es aus dem türkischen Innenministerium keine Bestätigung, dass es sich um einen Bauteil aus Österreich handelt", betonte Gollia gegenüber der APA, sondern lediglich Medienberichte, wonach der Zünder der Bombe beim Selbstmordanschlag am Sonntag in Istanbul aus Österreich stamme.



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