Schwarzenegger so privat wie nie: ''Schmerzhafte Erinnerung''

Angeschrien & geschlagen

Schwarzenegger so privat wie nie: ''Schmerzhafte Erinnerung''

Den Sturm aufs Kapitol vergleicht Arnold Schwarzenegger mit der Reichkristallnacht und erzählt, wie es damals für ihn und seine Familie war, in der Nachkriegszeit in Österreich aufzuwachsen.

Mit seiner Kritik an US-Präsident Donald Trump hat Arnold Schwarzenegger nie zurückgehalten. Besonders seit dem Sturm aufs Kapitol in Washington wird der Ton gegenüber seines Parteikollegen immer schärfer. Jetzt zeigt sich Schwarzenegger aber von einer anderen, persönlicheren Seite. In einem Video erzählt er von seiner Kindheit und wie es damals war, in der Nachkriegszeit in Österreich aufzuwachsen. Er erzählt, wie die Menschen ihre Schuldgefühle in Alkohol ertränkt haben.

Schwarzenegger: "Schmerzhafte Erinnerung"

Dabei lässt er auch private Einblicke zu. "Ich habe das noch niemals so öffentlich gemacht, weil es einfach eine schmerzhafte Erinnerung ist", erzählt er und beginnt von seinem Vater zu sprechen. "Mein Vater kam ein bis zweimal in der Woche heim - betrunken - und hat uns angeschrieren und geschlagen, und meine Mutter verängstigt. Ich hab ihm das nicht wirklich übel genommen, weil unser Nachbar hat dasselbe seiner Familie angetan, und der übernächste Nachbar ebenfalls", erinnert sich "Arnie". "Ich hab es mit meinen eigenen Ohren gehört und mit meinen eigenen Augen gesehen", so Schwarzenegger.

"Sturm aufs Kapitol war Reichskristallnacht der USA"

Den Sturm aufs Kapitol verglich er mit der Reichskristallnacht. "Am Mittwoch war der Tag der Reichkristallnacht mitten hier in den USA", so Schwarzenegger. Die Randalierer rund um die rechtsextreme Gruppierung "Proud Boys", die auch Schwarzenegger in seinem Video als Nazis bezeichnete, habe für den Steirer nicht nur die Fenster zerschlagen, sondern auch die Ideale und die Prinzipien, auf denen dieses Land gegründet wurde.

"Trump ist schlechtester Präsident aller Zeiten"

Sie seien psychisch und physisch verletzt gewesen. Alles habe damals mit Lügen und Intoleranz begonnen. Trump hat mit seinen Lügen einen Coup angezettelt. "Mein Vater und seine Nachbarn wurden auch durch Lügen in eine falsche Richtung gelenkt, und ich weiß wohin solche Lügen führen", warnt er. Dann greift er Trump direkt an: "Präsident Trump wird als schlechtester Präsident aller Zeiten in die Geschichte eingehen. Das Gute: er wird bals so irrelevant sein, wie ein alter Tweet", so Schwarzenegger. Gleichzeitig attackiert er auch weitere republikanische Parteikollegen, die Trump selbst nach dem Angriff auf den Kongress, unterstützen.

"Arnie" hat noch Hoffnung

Doch er glaubt auch daran, dass die USA sich wiederfinden werden. "Amerka wird diese dunklen Tage hinter sich lassen und wieder im hellen Lichte strahlen", spricht der ehemalige Gouverneur Kaliforniens staatsmännisch. Dem designierten Präsidenten Joe Biden wünscht er viel Erfolg. "Wenn Sie erfolgreich sind, ist auch das Land erfolgreich", sagt Schwarzenegger.

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