Sinai-Absturz: Wurde Flugzeug gesprengt?

Explosion an Bord

Sinai-Absturz: Wurde Flugzeug gesprengt?

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Neue Theorie: Plastiksprengstoff führte zur Explosion an Bord.

Es ist bislang ein Mysterium der Luftfahrt: Was ist mit Flug 9268 passiert? Ob Unfall oder Abschuss, bisher ist nur sicher, dass das Flugzeug mit seinen 224 Insassen am Samstag von Kairo auf dem Weg nach St. Petersburg über dem Sinai abgestürzt ist - nach nur 23 Minuten Flug.

Neue Theorie
Die russische Airline behauptet, es müsse eine "mechanische Einwirkung" von außen gegeben haben - sprich: Raketenangriff. Eine Gruppierung des IS bekannte sich in einem Video sogar zu dem Anschlag. Der US-Geheimdienst sieht dafür keine Beweise. Dort werden die Aussagen der Fluglinie als "voreilig" abgestempelt und an den Fähigkeiten des IS gezweifelt. Jetzt mischt auch noch eine britische Anti-Terror-Einheit im Rätsellösen mit. Die Experten behaupten, dass es erstaunliche Ähnlichkeiten zu der Lockerbie-Tragödie gibt.

Lockerbie-Unglück
Dieses Unglück ereignete sich am 21. Dezember 1988. Damals war ein amerikanisches Verkehrsflugzeug in einer Höhe von 9400 Meter über der schottischen Ortschaft Lockerbie explodiert. Der Grund waren 340 bis 450 Gramm Plastiksprengstoff an Bord.

Parallelen
Die britischen Experten erkennen hier nun Parallelen zum Sinai-Absturz. Auch hier sieht es aus, als wäre das Flugzeug plötzlich außer Gefecht gesetzt worden sein. Es hat keinen Notruf der Crew gegeben und auch der Flugschreiber konnte  ungewöhnliche Geräusche an Bord aufzeichnen, die "nicht charakteristisch" für einen normalen Flug sind. Das Flugzeug sei regelrecht vom Himmel gefallen, so Zuständige der Airline.

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Lasche Sicherheitskontrollen
Zudem sei es nicht schwer Sprengstoff an Bord zu schmuggeln. Der Flughafen in Sharm-el-Sheik ist für seine laschen Kontrollen bekannt. Eine Flugbegleiterin bezeichnete das Sicherheitssystem sogar als "Witz". Sie seien nie ordentlich kontrolliert und mit zwei Liter Wasserflaschen durchgewinkt worden. Demnach scheint es leicht Plastiksprengstoff in ein Flugzeug zu schmuggeln, so wie damals in der Tragödie von Lockerbie. Vor allem da es keine Unmengen brauche, so die britischen Anti-Terror-Experten: "Zwei Pfund würden genügen. Das ist nicht mehr als ein Sack Zucker".

Satellit registrierte Hitzewelle
"NBC News" meldete außerdem, dass ein Satellit zum Zeitpunkt es Absturzes eine Hitzewelle registriert habe. Ein Boden-Luft-Geschoss sei hingegen nicht registriert worden. Daher wird ein Raketenangriff als unwahrscheinlich eingeschätzt. Eine Explosion an Bord sei laut US-Geheimdienstanaylsen aber möglich.

Materialfehler
Andere meinen, dass ein Materialfehler zum größten Unglück der russischen Luftfahrtsgeschichte geführt haben könnte. Die Trümmerteile deuten an, dass das Flugzeug in der Luft auseinandergebrochen und zu Boden gestürzt sei. Welche Theorie sich schlussendlich als richtig herausstellt, wird sich zeigen. Indes gehen die Spekulationen über das rätselhafte Schicksal von Flug 9268 weiter.

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