Flugzeugabsturz doch Anschlag?

Airline beteuert: Kein technischer Defekt

Fluggesellschaft spricht von einer "mechanischen Einwirkung".

Nach dem Absturz des Airbus A-321 am Samstag über der Sinai-Halbinsel in Ägypten bei dem 224 Menschen ums Leben kamen, wird heftig über die Ursache spekuliert. Unfall oder Anschlag? Jetzt meldete sich die Fluggellschaft zu Wort. Die einzige erklärbare Ursache wäre eine mechanische Einwirkung auf das Flugzeug", sagte Kolavia-Vizechef Alexander Smirnow am Montag in Moskau. Details nannte er nicht.

"Sie flog nicht, sie fiel"
Kolavia-Mitarbeiter Viktor Jung sagte, die Gesellschaft schließe einen Fehler der Crew und eine technische Störung "völlig aus". Weder Risse noch ein Ausfall der Systeme oder schlechter Treibstoff hätten das Unglück bewirken können. Zum Absturz hätten starke Schäden an Konstruktionen des Flugzeugs geführt. Nach Beginn der Katastrophe konnte die Maschine nicht mehr gesteuert werden. "Sie flog nicht, sie fiel", sagte Jung.

IS bekannte sich zwar, Behörden bezweifeln das

Ein ägyptischer Ableger der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) hatte in einem nicht verifizierbaren Bekennerschreiben behauptet, die Maschine mit 224 Menschen zum Absturz gebracht zu haben. Experten und Regierungsangehörige Russlands und Ägyptens bezeichneten dies aber als unwahrscheinlich oder schlossen einen Anschlag aus.

Kreml warnt vor verfrühten Schlussfolgerungen
Kremlsprecher Dmitri Peskow warnte am Montag vor verfrühten Schlussfolgerungen. Keine Version sei ausgeschlossen - "vom Terrorakt bis zum Unfall". "Man muss die ersten Untersuchungsergebnisse abwarten", betonte er.

Kein Notruf seitens der Crew
Die Crew habe keinen Notruf abgesetzt, sagte Smirnow. "Offenbar war die Mannschaft zum Zeitpunkt der Katastrophe bereits vollständig arbeitsunfähig", meinte er. Der Airbus A-321 auf dem Weg von Scharm el Scheich nach St. Petersburg habe innerhalb von weniger als einer Minute massiv an Geschwindigkeit verloren und sei stark abgesackt.
 



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