Anfang Juli schaffte es der fünfjährige Fred Richards aus Huddersfield offiziell, als jüngste Person überhaupt die Bewertung der Cuestars Bronze Stufe 3 erfolgreich zu absolvieren. Bei diesem Test musste er fünf verschiedene Abläufe meistern, die Spielsituationen aus echten Matches nachstellen. Mit 22 von 30 Punkten bestand er die Prüfung, für die 20 Punkte erforderlich waren.
Erste Schritte am Tisch
Bereits im Alter von zwei Jahren griff der Junge erstmals zu einem Queue. Nachdem er eine Übertragung im Fernsehen gesehen hatte, begann er auf einem Tisch in der Größe eines Blattes Papier zu spielen, obwohl seine Eltern zuvor kein Interesse an dem Sport hatten. Mit drei Jahren trat er dem Levels Snooker Club in Huddersfield bei – bei der Hälfte des üblichen Beitrittsalters. Mit vier Jahren gewann er seine Juniorenklasse mit mehr als 20 Siegen im Laufe des Jahres. Seine bisher höchste Serie liegt bei 18 Punkten auf einem vollwertigen, rund 3,65 Meter mal 1,82 Meter großen Snookertisch. Zudem hat er bereits hunderte Partien absolviert.
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Eltern nun selbst begeistert
Seine Mutter Kate, eine 36-jährige Hausfrau, und sein Vater Iain, ein 38-jähriger Gerüstbauer, hatten früher keine Beziehung zum Snooker, sind durch die Leidenschaft ihres Sohnes nun aber ebenfalls begeistert. Da die Eltern selbst nicht spielen, fiel das gemeinsame Training schwer. Mit den Cuestars-Übungen schaffte der Junge die Stufen eins und zwei sehr schnell. Mittlerweile hat er bereits mit Stufe vier begonnen.
Leidenschaft für den Sport
Laut seinem Vater lebt und atmet der Fünfjährige den Sport. Jeden Morgen frage er direkt nach dem Aufstehen, ob er Snooker schauen könne, und suche auf YouTube nach Videos. Bei einem Spiel gegen seinen Vater setzte sich der Fünfjährige am Ende klar durch. Der Junge, dessen Weg auf Instagram, TikTok und YouTube dokumentiert wird, erklärt selbst: "Mein Lieblingsteil beim Snooker ist das Versenken von Bällen. Ich liebe lange Bälle!" Sein Vorbild sei Ronnie O’Sullivan, weil dieser mit der rechten und der linken Hand spielen könne. Sein Traum sei es, eines Tages die Weltmeisterschaft und die Masters-Trophäe zu gewinnen.
Frührzeitige Erfolge gegen Erwachsene
Bereits im Alter von drei Jahren schlug das Talent seinen Großvater im Spiel. Anfangs gab ihm der Großvater noch einen Vorsprung, musste aber bald aufhören, da er nicht mehr gewinnen konnte. Auch der Besitzer des örtlichen Clubhauses erlaubte der Familie, außerhalb der Öffnungszeiten zu kommen, wo der Junge sofort Bälle auf einem großen Tisch versenkte.
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Daraufhin kam er in den Club in Huddersfield, wo er jeden Samstag spielt und sein Taschengeld für Trainerstunden bei dem ehemaligen Profi Ian Williamson ausgibt. Williamson, die ehemalige Nummer 47 der Welt, ist sein Trainer und bemerkte erst am Geburtstag des Jungen, dass dieser jünger als das übliche Aufnahmealter war.
Medienrummel und Zukunftsaussichten
Das Talent des Jungen blieb nicht unbemerkt. Sender wie BBC und ITV berichteten bereits im Rahmen der Weltmeisterschaft bzw. direkt aus seinem Club über ihn. Zudem schenkte ihm Woodhouse Cues ein modernes Queue. Für die Eltern steht jedoch im Vordergrund, dass der Spaß erhalten bleibt. Sie achten darauf, dass der Junge nach der Schule nicht überfordert wird und der Samstag fest für sein Hobby reserviert bleibt.
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