Prozess-Start in Deutschland

So rechtfertigt Sechsfach-Mörder seine Horror-Tat

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Adrian S. (27) löschte in einem Lokal fast seine ganze Familie aus. 

Vor dem Landgericht in Ellwangen in Baden-Württemberg hat am Montagvormittag der Prozess gegen den mutmaßlichen Sechsfachmörder von Rot am See begonnen. Dem 26-jährigen Deutschen wird vorgeworfen, Ende Jänner seine Eltern und vier weitere nahe Verwandte bei einem Familientreffen erschossen zu haben. Unklar ist laut Anklage bisher aber noch, ob der Mann voll schuldfähig ist.
 
Laut Staatsanwaltschaft gab der Angeklagte die tödlichen Schüsse, die neben den Eltern auch zwei Halbgeschwister sowie eine Tante und einen Onkel trafen, in einem von seinem Vater und ihm bewohnten Haus in Rot am See ab. Demnach bereitete sich der Beschuldigte gezielt auf die Tat vor. Nach eigener Aussage wollte er sich für frühere Misshandlungen rächen.
 

Als Kind misshandelt

Zum Prozessauftakt hat der 26-Jährige ein leidvolles Bild seiner Kindheit gezeichnet. Zum Verhältnis zu seiner Mutter sagte er am Montag: "Sie hat mich auch damals schon misshandelt, auch wenn ich das als Kind nicht verstanden habe." Er sei bis zum Ende der Volksschule Bettnässer gewesen und habe bis zum Alter von etwa neun oder zehn Jahren Windeln getragen, gab der 27-Jährige an. Die Mutter habe ihn wegen seines Geschlechts verspottet. Die Mutter habe sich zudem gewünscht, dass er ein Mädchen sei, und habe ihm weibliche Hormone verabreicht.
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