Baumgartner sprang aus 21.000 Metern

Test mit 587 km/h

Baumgartner sprang aus 21.000 Metern

Salzburger will im freien Fall die Schallmauer durchbrechen - Test geglückt.

Der Salzburger Extremsportler Felix Baumgartner hat in den USA seinen ersten Testsprung für sein Stratos-Projekt erfolgreich absolviert.  "Ich bin zurück auf der Erde", so der 42-Jährige kurz nach seinem Sprung. "Ich bin immer noch aufgeregt und kann es kaum in Worte fassen, was heute um 07.30 Uhr (Ortszeit, Anm.) passiert ist", postete Baumgartner. "Wie auch immer, ich habe viele glückliche Gesichter gesehen hier und nichts Anderes zählt."

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Baumgartners erster Stratojump-Testsprung

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    Baumgartner hat ein gutes Wetterfenster genutzt und sprang aus einer Höhe von 21.818 Metern. Dabei erreichte er eine Geschwindigkeit von 587 km/h. Der freie Fall dauerte exakt drei Minuten und 33 Sekunden. "Es gibt nur zwei Menschen, die aus einer größeren Höhe Fallschirm gesprungen sind. Nr. 1 ist unser Freund Joe Kittinger (bisheriger Rekordhalter für den freien Fall, Anm.) und Nr. 2 ist Roger Eugene Andreyev aus Russland (Sprung aus 24.483 Metern Höhe am 1. November 1962, Anm.)! Ziemlich kleiner Club, oder?", schrieb Baumgartner. "Jetzt gehe ich schlafen, bevor hier in Roswell die Party beginnt."

    Der Salzburger soll noch in diesem Jahr als erster Mensch im freien Fall die Schallmauer durchbrechen, indem er aus 36.000 Metern Höhe springen wird.

    Erst vorige Woche präsentierte das Team rund um "Red Bull Stratos" die Kapsel , aus der der Extremsportler springen wird. Das hochmoderne Equipment aus der Luft- und Raumfahrt wurde fünf Jahre lang entwickelt. Das Projekt musste im Oktober 2010 aus rechtlichen Gründen kurzfristig gestoppt werden. Seit geraumer Zeit laufen die Vorbereitungen jedoch wieder auf Hochtouren. Gemeinsam mit einem Team aus führenden Wissenschaftern auf dem Gebiet der Raumfahrt und der Medizin feilt Baumgartner an seinem Sprung aus der Stratosphäre.

    Als Ausgangspunkt für den Stratophären-Sprung wurde der Ort Roswell in New Mexico bestimmt. Dafür gibt es gleich mehrere Gründe: Die Wettersituation ist dort optimal, die nötige Infrastruktur vorhanden und die Bevölkerungsdichte gering. Davon abgesehen kehrt Felix Baumgartner gleichsam an jenen Ort zurück, an dem Colonel Joe Kittinger vor 52 Jahren zu seiner historischen Mission "Excelsior" gestartet ist. 1960 schrieb der Amerikaner mit seinem Sprung aus 31.000 Metern Höhe Geschichte.

    Mit Hilfe von Kittingers Erfahrung und einer führenden Riege an Experten soll es Baumgartner gelingen, gleich vier Rekorde zu brechen: den höchsten bemannten Ballonflug (35.576 Meter), den höchsten freien Fall, Überschallgeschwindigkeit im freien Fall und den am längsten dauernden freien Fall (geschätzte Dauer etwa 5:30 Minuten). Zusätzlich verspricht sich das Team völlig neuartige Erkenntnisse im Bereich Raumfahrt und Medizin. Die gewonnenen wissenschaftlichen Daten sollen dazu beitragen, den Aufenthalt im Weltraum durch neue technische Errungenschaften in Zukunft noch sicherer zu machen.

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