Coronavirus

Von Robert-Koch-Institut

Südtirol zum Coronavirus-Risikogebiet erklärt

Bisher zwei Infizierte in norditalienischer Region.

Südtirol. Das Robert-Koch-Institut (RKI) in Berlin hat Südtirol zu einem Coronavirus-Risikogebiet erklärt. Der Präsident des Institutes, Lothar Wieler, erklärte die Entscheidung mit der Anzahl der Infektionen und der Dynamik der Ausbreitung. In Deutschland würden 36 Coronavirus-Fälle in Verbindung mit Südtirol stehen, wie Wieler gegenüber "Bild" sagt. 

In Italien gelten bereits die Regionen Emilia-Romagna, Lombardei und die Stadt Vo in der Provinz Padua in der Region Venetien als Risikogebiete. Auch Gebiete in China, Südkorea und dem Iran werden vom RKI als Risikogebiete angesehen.

Südtirol erstaunt über Einstufung als Risikogebiet

Südtirol hat mit Unverständnis auf die Einstufung als Coronavirus-Risikogebiet durch Deutschland reagiert. Wie eine Sprecherin des Landeshauptmanns Arno Kompatscher in Bozen am Freitag sagte, halte die Provinz in Norditalien alle nationalen und internationalen Vorgaben für Tests auf den Erreger der neuen Lungenkrankheit ein. Südtirol selbst habe bisher nur zwei Infektionsfälle registriert.
 
Das sagte Elisabeth Augustin, Sprecherin des Landeshauptmanns. Einer davon sei noch nicht durch die zuständigen Stellen in Rom bestätigt. Der zweite Mensch sei bereits wieder auf dem Weg des Gesundwerdens. Südtirol ist ein beliebtes Reiseziel.
 
Wie die Sprecherin weiter betonte, werde Südtirol in Italien selbst nicht als eines der gefährlichen Gebiete eingestuft, im Gegenteil. Man sei mit der deutschen Seite im Kontakt, hieß es.

Starke Infektionswelle in Italien

Italien insgesamt ist das Land in Europa, das am stärksten von der Infektionswelle durch den Erreger SARS-CoV-2 betroffen ist. Dort gab es schon mehr als 3.800 Infektionen.
 
Das Auswärtige Amt hatte zuvor seine Reisehinweise für Italien erweitert. Deutsche Bürger sollen nun auch von nicht erforderlichen Reisen nach Südtirol absehen. Bereits vorher wurde von nicht nötigen Reisen in die Regionen Emilia-Romagna und Lombardei sowie in die Stadt Vo in der Region Venetien abgeraten. Das Robert Koch-Institut in Berlin hatte Südtirol zuvor als Risikogebiet eingestuft.
 
Seitens Österreich besteht eine partielle Reisewarnung der Stufe 5 für die gesamte Lombardei und die Gemeinde Vo Euganeo in Venetien. In den Ortschaften Codogno, Castiglione d'Adda, Casalpusterlengo, Fombio, Maleo, Somaglia, Bertonico, Terranova dei Passerini, Castelgerundo und San Fiorano in der Lombardei sowie Vo Euganeo in Venetien wurden von den italienischen Behörden Ein- bzw. Ausreisesperren verhängt.


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