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Terror-Sorgen vor Münchner Oktoberfest

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Das private Securitypersonal wurde in einer Dekade verzehnfacht.

Nach den Terroranschlägen von Paris und Brüssel sowie nach den Vorfällen von Köln in der Silvesternacht verschärft München das Sicherheitskonzept für das Oktoberfest. Die Stadt will 100 zusätzliche private Sicherheitsleute einsetzen, wie aus einem am Dienstag in mehreren Zeitungen zitierten Beschluss des Kommunalausschusses hervorgeht.

350 Mitarbeiter
"In Abstimmung mit den zuständigen Sicherheitsbehörden ist für das Referat für Arbeit und Wirtschaft als Veranstalter des Oktoberfestes dringend angeraten, die Anzahl der einzusetzenden Sicherheitsmitarbeiter nochmals erheblich zu erhöhen", heißt es in dem Papier. Damit steigt die Zahl der Mitarbeiter privater Sicherheitsfirmen auf 350. Vor zehn Jahren waren es noch 35. Die Zahl habe sich verzehnfacht, sagte ein Sprecher des Wirtschaftsreferats. "Es ist klar, dass das Sicherheitskonzept ständig weiterentwickelt wird."

Taschenkontrollen
Die Sicherheitskräfte sollen unter anderem verstärkt Taschen der Besucher kontrollieren und bei Überfüllung des Festgeländes für Ordnung sorgen. Das Wirtschaftsreferat nennt als Gründe für die nötige Aufstockung neben Terrorgefahr auch Gedränge an besucherstarken Tagen und die Zunahme extremer Wetterverhältnisse. Am Donnerstag will der Kommunalausschuss über die Ausschreibung der neuen Jobs entscheiden.

Vorsichtsmaßnahmen auch 2009 verschärft
Schon 2009 hatte die Stadt die Vorsichtsmaßnahmen nach Drohungen der Terrororganisation Al Kaida massiv verschärft. Damals wurden drei Sperrgürtel um das Festgelände eingerichtet. Unter anderem verhindern inzwischen Blumenkästen aus Beton, dass Autos direkt an die Festwiese heranfahren; an den Eingängen gibt es stichprobenartige Kontrollen. Die Wiesn 2016 dauert vom 17. September bis 3. Oktober.

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