Aufklärung gefordert

Terroristen-Selbstmord: Angst vor Verschwörungstheorien

Die Polizeigewerkschaft fordert rasche Aufklärung.

Der Vorsitzende der deutschen Polizeigewerkschaft, Rainer Wendt, hat am Donnerstag dringende Aufklärung über den Tod des Terrorverdächtigen Jaber al-Bakr gefordert. Dieser war am Vortag in seiner Zelle in der Justizvollzugsanstalt Leipzig tot aufgefunden worden.

"Man muss sich zwar die Zeit nehmen, um das alles sorgfältig aufzuarbeiten, aber mit der Information der Bevölkerung darf man sich in der Tat nicht viel Zeit lassen", sagte Wendt im Sender SWRInfo. Von einem Justizskandal zu sprechen, wie es der Anwalt von Al-Bakr getan hatte, hält Wendt für verfrüht. "Das haben wir ja auch beim Polizeieinsatz gesehen. Da ist ja auch, was die missglückte Festnahme angeht, sehr schnell von einer Polizeipanne gesprochen worden, ohne über die näheren Umstände Bescheid zu wissen."

Unterdessen gegen die Ermittlungen in dem Fall auch nach dem Tod al-Bakrs weiter. Das Verfahren gegen den 22-Jährigen habe sich erledigt, sagte der Sprecher der deutschen Bundesanwaltschaft, Stefan Biehl, am Donnerstag in Karlsruhe. Die Ermittlungen zu dem mutmaßlich durch den anerkannten Flüchtling geplanten Sprengstoffanschlag auf einen Berliner Flughafen würden in gleicher Intensität weitergeführt, um die Hintergründe aufzuklären.
 



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