Kyrill I.

"Wir wollen gegen niemanden Krieg führen"

Moskauer Patriarch: "Russland hat nie jemanden angegriffen"

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Kyrill sorgt mit Äußerungen zu Russlands Angriffskrieg besonders in der Ukraine seit Wochen für Entsetzen.

Moskau. Russland hat laut dem orthodoxen Moskauer Patriarchen Kyrill I. noch nie einen Angriffskrieg geführt. "Wir wollen gegen niemanden Krieg führen, Russland hat nie jemanden angegriffen", sagte das russisch-orthodoxe Kirchenoberhaupt am Dienstag in der Erzengel-Michael-Kathedrale im Moskauer Kreml laut Kathpress und Katholischer Nachrichtenagentur.

Es sei "erstaunlich, dass dieses große und mächtige Land nie jemanden angegriffen hat - es hat nur seine Grenzen verteidigt", so Kyrill I. laut dem vom Moskauer Patriarchat veröffentlichten Predigtmanuskript. Gott möge dafür sorgen, dass Russland weiter stark und mächtig bleibe und von Gott geliebt werde, meinte der Patriarch. Er bat auch die in der Kathedrale begrabenen Heiligen um Beistand für das Riesenreich, "dass unsere heiligen Grenzen unbezwingbar sind, dass wir immer die Weisheit, die Kraft und die Ehre haben, sie notfalls zu verteidigen".

Dutzende russische Herrscher beigesetzt

Die russisch-orthodoxe Kirche beging am Dienstag den "Tag der Freude", an dem der Toten gedacht wird. In der Erzengel-Michael-Kathedrale wurden vom 14. Jahrhundert bis 1730 Dutzende russische Herrscher beigesetzt, die teils von der Kirche als Heilige verehrt werden.

Kyrill I. sorgt mit Äußerungen zu Russlands Angriffskrieg auf Linie des Kremlchefs Wladimir Putin besonders in der Ukraine seit Wochen für Entsetzen. Den Militäreinsatz rechtfertigte er als "metaphysischen Kampf" des Guten gegen das Böse aus dem Westen.

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