Ungarn setzt Tränengas gegen Flüchtlinge ein

Bei Aufnahmezentrum

Ungarn setzt Tränengas gegen Flüchtlinge ein

Zufluchtsuchende in Röszke wollten offenbar mit Journalisten sprechen.

Bei Unruhen in einem Erstaufnahmezentrum für Flüchtlinge in Ungarn hat die Polizei offenbar Tränengas eingesetzt. Der Nachrichtensender Hir TV berichtete am Mittwoch, dass die Zufluchtsuchenden vermutlich mit Journalisten sprechen wollten. Die Polizei hat die Flüchtlinge demnach jedoch nicht zu den Reportern vorgelassen, weshalb es zu einem Gerangel kam.

Daraufhin sei die Polizei eingeschritten und habe Tränengas eingesetzt, berichtete der Sender. Ein Reporter der Nachrichtenagentur Reuters, der sich zu dem Zeitpunkt an Ort und Stelle im südungarischen Grenzgebiet bei Röszke befand, hatte beobachtet, dass die Polizei zwischen 300 und 400 Flüchtlinge eingekreist hatte. Die Sicherheitskräfte konnten laut Hir TV das Gerangel stoppen, die Situation sei aber nach wie vor angespannt.

Die Zahl der Flüchtlinge an der ungarischen Grenze kletterte inzwischen nach Angaben der Polizei auf einen neuen Höchststand. Allein am Dienstag seien nach Behördenangaben 2.533 Flüchtlinge aufgegriffen worden, die über die "grüne Grenze" aus Serbien gekommen waren. Am Montag war diese Zahl noch bei 2.093 gelegen.
 

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