Jan Marsalek

Betrüger, Drogenhändler, Räuber und Mörder

"Versteckt in aller Öffentlichkeit" -Europol sucht Österreicher

Der international bekannteste Name auf der Liste ist der Österreicher Jan Marsalek.  

Betrüger, Drogenhändler, Räuber, Mörder - die Steckbriefe der derzeit 62 meistgesuchten mutmaßlichen oder rechtskräftig verurteilten Kriminellen Europas stehen im Internet. Veröffentlicht wurden sie von Europol. Die europäische Polizeibehörde mit Sitz in Den Haag appellierte am Freitag an die Bevölkerung, bei der Suche zu helfen. Auf der Liste stehen 61 Männer und eine Frau.

Fahndungsliste

Der international bekannteste Name ist dabei wohl der des Österreichers Jan Marsalek. Der untergetauchte Ex-Vertriebsvorstand von Wirecard steht laut Europol "in dringendem Verdacht, sich des gewerbsmäßigen Bandenbetrugs, des besonders schweren Falls der Untreue sowie weiterer Vermögens- und Wirtschaftsdelikte strafbar gemacht zu haben". Der 41-Jährige habe sich "sehr wahrscheinlich" von Deutschland aus ins Ausland abgesetzt. Aber auch der Österreicher Tibor Foco, der 1986 in Linz eine Frau getötet haben soll und seit seiner Flucht vor fast 25 Jahren spurlos verschwunden ist, steht auf der Fahndungsliste.

Hohe Belohnung 

Viele der Gesuchten wurden demnach bereits zu hohen Haftstrafen verurteilt, konnten jedoch fliehen. Für Hinweise, die zu ihrer Ergreifung führen, sind teils hohe Belohnungen ausgesetzt. Europol geht davon aus, dass viele der Gesuchten irgendwo in der Welt unverdächtigen Tätigkeiten nachgehen und im Alltag Umgang mit nichts ahnenden Menschen haben. Deshalb steht die "Most Wanted"-Kampagne in diesem Jahr unter dem Motto "Versteckt in aller Öffentlichkeit". Die Bevölkerung ist aufgerufen, sich die Gesichter und Tatbeschreibungen anzuschauen, eventuelle Hinweise können - auch anonym - direkt auf der Website eingegeben werden.

Seit Europol 2016 die erste "Most Wanted"-Kampagne startete, konnten eigenen Angaben zufolge 110 gesuchte Straftäter verhaftet werden - 41 von ihnen aufgrund von Hinweisen, die über die Website an die Polizeibehörde geschickt wurden.
 



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