Krieg mit Kot und Spucke in Guantánamo

Eskalation auf Kuba

Krieg mit Kot und Spucke in Guantánamo

Handfester Streit zwischen Wächtern und Häftlingen in Guantánamo: Gefangene bewerfen Aufseher mit Fäkalien. Diese wiederum stören sie beim Gebet.

Im US-Gefangenenlager Guantanamo auf Kuba kommt es immer wieder zu Auseinandersetzungen zwischen Häftlingen und Aufsehern. In Abschriften von Verhörprotokollen hieß es, Gefangene hätten Fäkalien auf die Aufseher geschleudert. Diese wiederum hätten die Gebete der Häftlinge gestört.

Die Protokolle entstanden bei Anhörungen in Guantanamo im vergangenen Jahr. Dabei ging es darum, ob die Häftlinge in dem Gefangenenlager bleiben sollten. Die Streitkräfte haben die Lage in Guantanamo als relativ ruhig im Vergleich zum vergangenen Jahr beschrieben. In einem Bericht vom vergangenen Monat hieß es allerdings, die Zahl der Zwischenfälle sei seit 2006 stark angestiegen.

Ein jemenitischer Häftling, Mohammed Ali Em al Zarnuki, sagte bei der Anhörung, einige Gefangenen wollten sich das Leben nehmen, sollten sie weiterhin bei ihren Gebeten gestört werden. Andere erklärten, einige Aufseher würden sie mit Respekt behandeln, andere nicht. Der Algerier Abdennour Sameur sagte, wer ihn wie einen Hund behandle, der werde von ihm genauso behandelt. "Ich habe mit Fäkalien geworfen und habe sie bespuckt."

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