Millionen Chinesen ohne Trinkwasser

Schwere Dürre

Millionen Chinesen ohne Trinkwasser

Zehn Millionen Hektar Ackerland sond von der Dürre betroffen. Auch die Ernte wird von der Wasserknappheit bedroht.

Wegen einer Dürre "historischen Ausmaßes" hat die chinesische Regierung den Notstand über die betroffenen Regionen verhängt. Staats- und Parteichef Hu Jintao rief lokale Behörden am Donnerstag zum Kampf gegen die Auswirkungen der schlimmen Trockenheit aus. Die Regierung stellte weitere 300 Millionen Yuan (34 Millionen Euro) Soforthilfe bereit. Rund vier Millionen Menschen mangelt es an Wasser. Die Dürre bedroht das Wintergetreide in acht Provinzen. Knapp die Hälfte der winterlichen Getreideproduktion sind betroffen. Rund 1,85 Millionen Stück Vieh leiden unter Wassermangel.

Ernte sichern
Mit der Ausrufung des Notstands der Stufe Zwei wurden die lokalen Behörden angewiesen, mit allen Mitteln die Ernten zu sichern. Außerdem wurden Notfallpläne aktiviert. Besonders den Bauern, die ihre Felder bewässern müssen, soll geholfen werden. Zehntausende Helfer sollen aktiviert werden, um Trinkwasser für Mensch und Tier sicherzustellen. Spezielle Finanzhilfen sollen für besonders arme Gebiete bereitgestellt werden. Es solle auch versucht werden, Regen künstlich auszulösen, indem Wolken geimpft werden.

Kein Regen in Sicht
Eine Veränderung des Wetters ist nicht in Sicht. In den betroffenen Regionen wird für die kommenden zehn Tage kein Regen vorhergesagt. Der Dürrenotstand wurde in Henan, Anhui, Shanxi und Shaanxi ausgerufen. Betroffen sind auch Shandong, Hebei, Gansu, Jiangsu sowie Regionen von Hubei und Hunan. In vielen Gebieten sind die Niederschläge um 70 Prozent niedriger als sonst. "Die Dauer, das Ausmaß und die Auswirkungen der Dürre sind selten", sagte der Chef der Meteorologischen Verwaltung.

In der zentralchinesischen Provinz Henan ist die Dürre die schlimmste seit mehr als fünf Jahrzehnten. 63 Prozent der Getreidefelder sind dort betroffen. Auch die Provinz Anhui leidet schwer unter den ausbleibenden Regenfällen. Die Getreideproduktion in den besonders unter Trockenheit leidenden Regionen der beiden Provinzen dürfte um 20 Prozent zurückgehen. In der Hauptstadt Peking hat es seit mehr als 100 Tagen nicht geregnet, was zuletzt vor 38 Jahren passiert war.

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