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Weltchronik

Amtssprache soll volksnaher werden

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Britische Kommunalbehörden sollen künftig in ihren Erklärungen, Merkblättern und Formularen eine verständlichere Sprache verwenden.

100 Begriffe aus der Amtssprache wurden vom Nationalen Verband der Kommunen auf den Index gesetzt. Beamte dürften sich nicht länger hinter einem verwirrenden Jargon verbergen, erklärte Verbandschef Simon Milton am Samstag.

"Synergien" verboten
Zu den künftig nicht mehr zulässigen Begriffen gehört etwa das Wort "Synergien". Stattdessen soll erklärt werden, dass es sich hier um eine so dynamische Häufung von Faktoren handelt, dass das Gesamtergebnis größer ist als die Summe der Einzelteile. Ferner sollen die Bürger nicht länger als "Klienten" oder "Teilhabende" angesprochen werden, denn dies könnte dem Verband zufolge zu Missverständnissen führen. Ebenso wurden komplizierte technokratische Wortschöpfungen verbannt, die für die Öffentlichkeit meist ein Buch mit sieben Siegeln bleiben.

"Brainstorming" als Auslöser
Auf die Idee kam der Kommunalverband, nachdem die Behörden im südostenglischen Tunbridge Wells den inzwischen weltweit verwendeten Begriff "Brainstorming" infrage gestellt hatten. Sie meinten, dass sich Menschen mit epileptischen Anfällen vom Verweis auf einen "Gehirnsturm" beleidigt fühlen könnten. Die britische Epileptiker-Vereinigung verneinte dies, so dass der Begriff nicht auf den nationalen Index gelangte. In Tunbridge Wells spricht man indessen nur noch von einem "Gedanken-Erguss".

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