Symbolbild

Amokläufer

Bewaffneter Schweizer Schüler plante Selbstmord

Der 20-Jährige, der am Dienstag von der Polizei entwaffnet wurde, hatte nicht vor ein Blutbad zu begehen.

Der Gymnasiast, der am Dienstag in Lausanne mit einer Pistole bewaffnet in seiner Schule verhaftet worden war, hegte Selbstmordabsichten. Er habe aber niemand anderes töten wollen, erklärte der 20-Jährige am Mittwoch der Untersuchungsrichterin. Der junge Mann war in der Nähe des Schul- Sekretariats verhaftet und entwaffnet worden. Er hatte eine geladene Pistole sowie zwei Magazine bei sich getragen. Die Polizisten fanden später in einem Klassenzimmer einen Rucksack mit zusätzlicher Munition.

Eine Untersuchung muss nun zeigen, welche Absichten der Gymnasiast mit seiner Waffe und der Munition verfolgte. "Er gab an dass er nur sich selbst töten wollte", sagte die Richterin. Er sei beim Verhör sehr niedergeschlagen gewesen. Es wurde ein psychiatrisches Gutachten in Auftrag gegeben.

Der Mann besuchte das letzte Schuljahr im Gymnasium Beaulieu. Er war in einer Diplomklasse, wo die Schüler auf Berufe im Spital- und Pflegewesen vorbereitet werden. Die Schulleitung will am kommenden Montag über die Zukunft des Schülers entscheiden. "Sehr wahrscheinlich geht es in Richtung Schulausschluss", sagte ein Sprecher der Erziehungsdirektion.

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