Callgirl Ruby wegen Diebstahls vor Gericht

Italien

Callgirl Ruby wegen Diebstahls vor Gericht

In Sex-Affären um Berlusconi verstrickte Tänzerin soll Armband gestohlen haben.

Das marokkanische Callgirl Ruby, das wegen ihrer Beziehung zum italienischen Ministerpräsidenten Silvio Berlusconi im Mittelpunkt einer Untersuchung der Mailänder Staatsanwälte steht, muss sich wegen Diebstahls vor Gericht verantworten. Die 18-Jährige muss am 23. Februar vor dem Jugendgericht der sizilianischen Stadt Messina erscheinen, berichteten italienische Medien am Sonntag. Sie wird beschuldigt, ein Armband aus Gold und Diamanten im Wert von 3.000 Euro gestohlen zu haben, während sie in einem Schönheitssalon in Messina arbeitete.

Das Callgirl, das mit bürgerlichem Namen Karima al-Mahroug heißt, wies die Vorwürfe zurück. Sie sagte, von der Inhaberin des Schönheitssalons des Diebstahls beschuldigt worden zu sein, weil sie nicht eingewilligt habe, Sex mit Kunden zu haben.

Ruby ist bei den italienischen Justizbehörden längst bekannt. Am 27. Mai, nachdem die damals noch 17-Jährige wegen des Diebstahls von 3.000 Euro in der Wohnung einer Freundin festgenommen worden war, schaltete sich Regierungschef Berlusconi persönlich bei der Mailänder Polizei ein. Nach Aussagen der Polizei erwirkte Berlusconi ihre Freilassung, indem er behauptet habe, dass das Mädchen eine Verwandte des ägyptischen Präsidenten Hosni Mubarak sei. Deswegen müsse der Fall ohne großes Aufsehen gelöst werden, habe er gesagt.

Wegen seiner Beziehung zur vor kurzem noch minderjährigen Ruby wird gegen Berlusconi wegen Amtsmissbrauch und Beihilfe zur Prostitution ermittelt. Sex mit Prostituierten ist in Italien erlaubt, Geschlechtsverkehr mit minderjährigen Prostituierten steht hingegen unter Strafe.
 

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