Farhad Manjoo

Hunderte Hasszuschriften an "New York Times"-Star

Darum attackieren deutsche Schüler einen US-Journalist auf Twitter

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Dieser bizarre Twitter-Streit verbindet Nordrhein-Westfalen und Kalifornien.

Negative Kommentare gehören zum Berufsrisiko der Journalisten. Dessen war sich auch US-Kolumnist Farhad Manjoo bewusst, als er seinen Job bei der "New York Times" antrat. Dennoch hatte er nicht mit dem Sturm an - größtenteils negativen - Zuschriften gerechnet, den Manjoo in den letzten Tagen aus Deutschland erhielt. Und das ausgerechnet für einen über ein Jahr alten Artikel über die Romantisierung des Einfamilienhauses in der westlichen Gesellschaft. Kein Inhalt, der normalerweise für derartig heftige Kontroversen sorgt.

Schauplatz Nordrhein-Westfalen

Was steckt also hinter dem Twitter-Sturm? Laut einem Bericht der "Welt" stammen die Nachrichten von Schülerinnen und Schülern aus dem deutschen Bundesland Nordrhein-Westfalen. Dort wurde Manjoos Kolumne als Textgrundlage für das diesjährige Englisch-Abitur (Äquivalent zur Matura) ausgewählt - sehr zum Unmut der Abiturient*innen, die mit dem Vokabular des "Times"-Journalisten teilweise große Probleme hatten.

Farhad Manjoos Reaktion

Ihren Frust ließen sie an Manjoo auf Twitter aus. Dieser sieht den Shitstorm mit Humor: "Schüler in Deutschland [...] wurden anscheinend aufgefordert, eine meiner Kolumnen in einem großen Test zu analysieren und ich bekommen viele Nachrichten, die sich entweder für die Hilfe zur Bestnote bedanken oder....weil ich ihr Leben ruiniert habe".

 

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