Heiliges Jahr endet

Darum sperrt der Papst heute den Petersdom zu

Das Heilige Jahr 2025 der Katholischen Kirche ist vorüber.  

In einer feierlichen Zeremonie am Dreikönigstag schloss ein sichtlich bewegter Papst Leo XIV. am Dienstag die Heilige Pforte am Petersdom. Das rechte Bronzeportal der Papstbasilika wird nur zu "Jubeljahren" geöffnet, die zumeist alle 25 Jahre stattfinden. Allerdings jähren sich 2033 Tod und Auferstehung von Jesus Christus zum 2.000. Mal. Der Papst könnte ein außerordentliches Festjahr ausrufen.

Nach den Worten "Diese Heilige Pforte schließt sich, aber die Pforte deiner Gnade schließt sich nicht", kniete der Papst zunächst auf der Schwelle der Tür nieder. Dann schloss er mit beiden Händen die Doppelflügeltür, durch die im Laufe der vergangenen 54 Wochen mehr als 33,4 Millionen Menschen aus 185 Ländern gepilgert waren. Traditionsgemäß wird die Pforte in den kommenden Tagen auch wieder zugemauert.

Leos am 21. April verstorbener Vorgänger Franziskus hatte die Heilige Pforte am Heiligen Abend 2024 geöffnet und damit das Startsignal für das Heilige Jahr gegeben. An der Messe zum Hochfest Epiphanie (Erscheinung des Herrn) und der Schließung der Heiligen Pforte am Dienstag nahm auch Italiens Staatspräsident Sergio Mattarella im Petersdom teil.

Rund 230.000 Pilger aus Österreich

Mit über 36 Prozent stammten die meisten Rom-Besucher im Heiligen Jahr aus Italien, gefolgt von US-Amerikanern (12,6 Prozent), Spaniern (6,2 Prozent), Brasilianern (4,7 Prozent), Polen (3,7 Prozent) und Deutschen (3,2 Prozent). Die rund 230.000 Österreicher lagen mit 0,7 Prozent auf Platz 19. Knapp 63 Prozent aller Pilgerinnen und Pilger stammten aus Europa, gefolgt von 16,54 Prozent aus Nord- und 9,44 Prozent aus Südamerika. Aus dem Nahen Osten reisten die wenigsten Pilger nach Rom: Sie machten 0,46 Prozent aus.

Papst Leo XIV.
© APA/AFP/ANDREAS SOLARO

Nicht erst in 25 Jahren, sondern bereits 2033 könnte das nächste große Jubiläumsjahr in Rom stattfinden. Dann jähren sich Tod und Auferstehung von Jesus Christus zum 2.000. Mal. Die Entscheidung, ob dies in Form eines außerordentlichen Heiligen Jahres begangen werden soll, steht noch aus und muss vom Papst selbst getroffen werden. Der Pontifex kann aber von dem seit 1475 bestehenden regulären 25-Jahres-Rhythmus abweichen und sogenannte außerordentliche Heilige Jahre ausrufen.

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