Eisberg doppelt so groß wie Wien

Mega-Brocken

Eisberg doppelt so groß wie Wien

35 Kilometer lang und 20 Kilometer breit - Ein Eis-Gigant treibt aufs offene Meer.

Unfassbar groß ist er, nicht auszudenken was passiert, wenn er eine Schifffahrts-Route quert. B 31: Hinter diesem unscheinbaren Namen versteckt sich ein Eisberg mit einer Fläche von 660 Quadratkilometern, das ist eineinhalb Mal so viel wie das gesamte Wiener Stadtgebiet. Als er "geboren wurde" war er sogar doppelt so groß wie die Österreichische Hauptstadt. Jetzt treibt der Koloss aufs offene Meer.

Die Geburt des Giganten:
Seinen Ursprung hat der Mega-Eisberg im Pine-Island Gletscher in der Antarktis. Dieser Gletscher ist wie so viele vom Klimawandel hart gezeichnet. 100 Milliarden Tonnen Wasser verliert der Riese pro Jahr - so viel wie 2,2 Millionen Menschen am Tag verbrauchen. Dort entdeckten Wissenschafter der NASA im Oktober 2011 einen Riss. Im Juli 2012 löste sich schließlich die Gletscherzunge, im November kippte der 500 Meter hohe Gigant ins Meer.

Diashow: Eisberg B 31 Fotos

Eisberg B 31 Fotos

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    Die Reise beginnt:
    Bis zum Februar versperrte Eis den Ausgang ins offene Meer. Jetzt aber kann der Eisberg zu neuen Ufern aufbrechen. Derzeit befindet er sich in einem Gebiet, in dem kaum Schiffe unterwegs sind. Gefahr besteht also keine, sagt Kelly Brunt, Glaziologe (Gletscherforscher) der NASA.  "Außerdem wissen wir genau, wo die großen Eisberge sind", so der Wissenschafter. Interessant sei aber nicht nur seine Größe, sondern vor allem das Gebiet, in dem er entstand: Mitten im Südpolaren Meer, wo gewöhnlich ewiges Eis herrscht.

    Mega-Gletscher schmilzt - Meeresspiegel steigt an:
    Der Pine-Island Gletscher, von dem der Mega-Eisberg sich löste, wird sterben. Er schmilzt viel schneller als bisher angenommen und sorgt dafür, dass der Meeresspiegel weltweit - vom Pazifik bis zur Adria - um einen Zentimeter ansteigen wird. All das geschieht innerhalb der nächsten 20 Jahre. Die "Abnahme" des Gletschers sei "irreversibel", sagen Forscher der Universität Grenoble. Schon jetzt hat der Gigant dafür gesorgt, dass die Westantarktis ein Fünftel ihrer Eisdecke verloren hat.



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