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Drama

Fast 30 Flüchtlinge vor dem Jemen ertrunken

Ein Boot mit 51 Menschen an Bord ist in der stürmischen See gekentert. Immer mehr Somalier wollen vor dem Bürgerkrieg in den Jemen fliehen.

Vor der jemenitischen Küste sind mindestens 28 Flüchtlinge aus Somalia nach dem Kentern ihres Bootes ertrunken. Wie das jemenitische Innenministerium am Donnerstag mitteilte, hatte die Küstenwache das Flüchtlingsboot gezwungen, vor der Küste der Provinz Shabwa zu ankern. Dort sei es in der stürmischen See gekentert. Von den 51 Insassen, darunter 17 Frauen, hätten nur 23 das Unglück überlebt.

Seit Monaten steigt die Zahl der Somalier, die vor dem Bürgerkrieg in ihrem Land in den Jemen fliehen. Für die Überfahrt durch den Golf von Aden zahlen sie Schleppern zwischen 70 und 200 Dollar. Immer wieder sterben Menschen bei der lebensgefährlichen Reise in überfüllten und ungeeigneten Booten. Nach UN-Schätzungen sind mehr als 21.000 Somalier und 9.800 Äthiopier seit Jahresbeginn über den Golf von Aden in den Jemen geflohen. Mehr als 250 starben bei dem Versuch überzusetzen, mindestens genau so viele gelten als vermisst. Erst am Dienstag hatten laut dem jemenitischen Innenministerium 187 somalische Flüchtlinge die Küste erreicht.



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