Fünf Obdachlose starben bei Kältewelle

Frankreich

Fünf Obdachlose starben bei Kältewelle

Tote durch Erfrierung. Zwei Menschen starben weil ihre Notunterkunft brannte.

Durch die Kältewelle sind in Frankreich mindestens fünf Obdachlose ums Leben gekommen. In den vergangenen Tagen erfroren drei Menschen in der nordfranzösischen Stadt Douai, in der Hauptstadt Paris und im Mittelmeerort Mandelieu-la-Napoule, teilten die Behörden am Dienstag mit.

Zwei weitere Männer starben bei einem Brand in ihrer improvisierten Unterkunft in Brie-Comte-Robert östlich von Paris. Die Obdachlosen hatten sich nach Polizeiangaben vermutlich wegen der großen Kälte in ein verlassenes Haus geflüchtet und dort ein Feuer gemacht, das offenbar außer Kontrolle geriet.

Nach einem zunächst ungewöhnlich milden Winter waren die Temperaturen auch in Frankreich in den vergangenen Tagen regelrecht abgestürzt - auf bis zu minus 14 Grad Celsius in vielen Gebieten, in den Bergen sogar auf minus 22 Grad. Am Samstag starb in Douai ein 29 Jahre alter Obdachlosen offenbar an Unterkühlung. Nach Behördenangaben vom Dienstag hatte er zuvor "systematisch" Angebote für eine Unterkunft abgelehnt.

Auch der 50 Jahre alte Mann, der in Paris starb, war vor einigen Tagen von Helfern angesprochen worden. Er wurde am Sonntagabend stark unterkühlt aufgefunden und starb trotz Rettungsversuchen von Sanitätern. Angesichts der Kälte werden in ganz Frankreich Notunterkünfte für Obdachlose bereitgestellt. Die Behörden im Großraum Paris kündigten an, die Aufnahmekapazitäten für Obdachlose sollten weiter erhöht werden. Oft reichen die angebotenen Plätze nicht aus, oder aber die Obdachlosen wollen nicht in den Unterkünften bleiben.

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