Eine Britin verlor nach einem harmlosen Spiel mit ihrem Hund beide Hände und Beine. Eine Sepsis löste das lebensgefährliche Drama aus, doch die 56-Jährige kämpft sich nun zurück ins Leben.
Manjit Sangha (56) aus England spielte im vergangenen Juli an einem Samstag mit ihrem Hund und ließ sich von ihm abschlecken. Was wie ein gewöhnlicher Moment wirkte, entwickelte sich innerhalb kürzester Zeit zu einem Kampf um Leben und Tod. Am Sonntag fühlte sie sich plötzlich schwer krank, bevor sich ihr Zustand in der Nacht dramatisch verschlechterte. Ihr Ehemann fand sie am Montagmorgen bewusstlos mit blauen Lippen und eiskalten Extremitäten.
Lebensgefahr durch schwere Sepsis
Im Krankenhaus stellten die Ärzte eine schwere Sepsis fest. Laut einem Bericht der BBC blieb das Herz der Patientin insgesamt sechsmal stehen. Die Mediziner vermuten, dass Hundespeichel in Verbindung mit einer kleinen Wunde die rasende Infektion ausgelöst hat. Um ihr Überleben zu sichern, mussten beide Beine unterhalb der Knie sowie beide Hände amputiert werden.
Langer Weg zur Genesung
Insgesamt verbrachte die Britin 32 Wochen im Krankenhaus und schwebte lange Zeit in Lebensgefahr. Ihr Ehemann Kam (60) wich nicht von ihrer Seite und berichtete über ihren Kampfgeist: „Jeden Tag dachten wir: Heute wird sie sterben – aber sie hat uns jeden einzelnen Tag eines Besseren belehrt.“ An den ersten Monat ihrer Behandlung kann sich die 56-Jährige heute nicht mehr erinnern.
Zukunftspläne mit modernen Prothesen
Trotz der schweren körperlichen Folgen zeigt sich die Betroffene heute wieder voller Lebensmut. „Ich habe lange genug im Rollstuhl und im Bett gesessen. Jetzt ist es Zeit zu gehen“, erklärte sie gegenüber der BBC. Ihr Ziel ist es, mit modernen Prothesen oder robotischen Händen wieder in den Arbeitsalltag zurückzukehren. Vor der Erkrankung war sie an sieben Tagen pro Woche berufstätig. Gemeinsam mit ihrem Mann sammelt sie nun Spenden für die Hilfsmittel und klärt über Sepsis-Gefahren auf.