IS-Magazin veröffentlicht Foto von Kopf des enthaupteten Lehrers

Auf IS-naher Website

IS-Magazin veröffentlicht Foto von Kopf des enthaupteten Lehrers

Ein Magazin, das von IS-Anhängern aus Indien herausgegeben wird, veröffentlichte in der Onlineausgabe ein Foto, das den abgetrennten Kopf des getöteten Lehrers zeigt.

Das IS-nahe Onlinemagazin (der Name des Magazins ist der Redaktion bekannt) veröffentlichte das unverpixelte Foto, das den abgetrennten Kopf des ermordeten Lehrers zeigt, über der Darstellung zweier Schwerter. Darunter steht im Bildtext: "Solange eure Meinungsfreiheit euch erlaubt, den Propheten Mohammed zu kritisieren, werden unsere Schwerter nicht aufhören, die Ehre des Propheten Mohammed zu verteidigen". 

In dem publizierten Artikel wird die Enthauptung des Lehrers Samuel Paty verherrlicht. Der 47-Jährige hatte im Unterricht Mohammen-Karikaturen hergezeigt, zuvor die muslimischen Schüler jedoch gefragt, ob sie den Raum verlassen möchten, um sie nicht zu beleidigen. 

Der 47-jährige Paty war am Freitag Ermittlern zufolge von einem 18-Jährigen attackiert und getötet worden. Die Leiche des Lehrers wurde enthauptet aufgefunden. Der Angreifer mit russisch-tschetschenischen Wurzeln wurde von Polizisten erschossen.
 
Das Verbrechen in einem Pariser Vorort löste im ganzen Land Entsetzen aus. Am Wochenende waren Zehntausende auf die Straße gegangen, um sich solidarisch zu zeigen. Ermittler gehen davon aus, dass Paty ermordet wurde, weil er im Unterricht Karikaturen des Propheten Mohammed gezeigt hatte. Mehrere Menschen waren weiter in Polizeigewahrsam.
 
Beobachter erwarten, dass Macron in der Sorbonne die Meinungsfreiheit in seinem Land verteidigen wird. Der 42-Jährige hatte bereits im vergangenen Monat gesagt, die Meinungsfreiheit umfasse auch das Recht zur Gotteslästerung. In Frankreich sind Kirche und Staat strikt getrennt.
 
Nach dem islamistisch motivierten Anschlag wollen Macron und die Zentrums-Regierung härter gegen den radikalen Islamismus vorgehen. Der Präsident hatte am Dienstagabend angekündigt, das pro-palästinensische Kollektiv Cheikh Yassine solle bei der wöchentlichen Kabinettssitzung am Mittwoch aufgelöst werden. Es sei direkt mit dem Attentat verbunden.
 
Weitere Entscheidungen dieser Art gegen Vereinigungen oder Gruppen von Einzelpersonen würden in den kommenden Tagen und Wochen folgen. "Unsere Entschlossenheit ist vollständig", sagte der Staatschef.
 
   Bereits zu Wochenbeginn hatte es Polizeieinsätze gegen Dutzende Personen aus dem radikalisierten Milieu gegeben, wie Innenminister Gérald Darmanin gesagt hatte. Darmanin will zudem eine Moschee im Pariser Vorort Pantin schließen lassen.
 
   Frankreich wird seit Jahren immer wieder von islamistischen Anschlägen erschüttert - dabei starben insgesamt mehr als 250 Menschen.
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