pamplona

Blutige Tradition

Zwei Schwerverletzte bei Stierhatz

Eines der Opfer wurde zweimal von einem Bullen aufgespießt.

Bei dem traditionellen Stiertreiben in Pamplona sind am Sonntag fünf Menschen durch Hornstöße verletzt worden, zwei von ihnen schwer. Am schlimmsten traf es einen Teilnehmer, der am Eingang zur Stierkampfarena gleich zweimal von einem der bis zu 600 Kilogramm schweren Bullen aufgespießt wurde.

Der Mann wurde in die Brust und den Oberschenkel getroffen, wie die Rettungskräfte in der nordspanischen Stadt mitteilten. Sein Zustand ist ernst. "Wir machen uns um ihn große Sorgen", sagte einer der Ärzte. Ein anderer Läufer wurde am Hals getroffen. Nach der ersten Bilanz endete das lebensgefährliche Spektakel für elf Menschen im Krankenhaus.

Erstes Todesopfer seit 2003
Einer der Stiere hatte sich von der Herde gelöst und war gezielt auf einzelne Teilnehmer losgegangen. Am Freitag war ein 27-jähriger Spanier ums Leben gekommen. Es war der erste Tote seit 2003.

Bei der Hatz ("encierro") zu Ehren des Stadtpatrons San Fermín werden noch bis Dienstag jeden Morgen sechs Kampfstiere durch die Gassen der Altstadt bis in die Arena gejagt, wo sie abends von Toreros getötet werden. Hunderte wagemutige Männer, die "mozos", rennen auf der 825 Meter langen Strecke vor den Tieren her. Diese werden von mehreren zahmen Leitochsen begleitet. Als einzige "Waffe", um die Bullen von sich fernzuhalten, ist eine zusammengerollte Zeitung erlaubt.

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