Afghanistan

150 Rebellen getötet

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Zwei Rebellengruppen aus Pakistan wurden in der afghanischen Provinz Paktika von NATO-geführten Truppen angegriffen.

Bei schweren Gefechten im Osten Afghanistans sind nach NATO-Angaben bis zu 150 Aufständische getötet worden. Zwei größere Gruppen von Kämpfern hätten von Pakistan aus die Grenze überschritten und seien in der Provinz Paktika vom Boden und aus der Luft beschossen worden, teilte das westliche Militärbündnis am Donnerstag mit. Der afghanische General Murad Ali erklärte, die Rebellen seien mit mehreren Lastwagen voll Munition unterwegs gewesen. Ali sprach von mehr als 50 Toten, ein Sprecher des afghanischen Verteidigungsministeriums von etwa 80 Toten.

Taliban gegen 30.000 ausländische Soldaten
Die 2001 durch die US-geführte Militärinvasion entmachteten Taliban haben ihre Angriffe in den vergangenen Monaten massiv verstärkt und zum "Heiligen Krieg" gegen die mehr als 30.000 ausländischen Soldaten im Land und gegen die pro-westliche Kabuler Regierung des Präsidenten Hamid Karzai aufgerufen. Die NATO diskutiert deshalb über eine Verstärkung ihrer Mission.

Bei Gefechten im Süden des Landes wurden neun mutmaßliche Taliban-Rebellen getötet. Die NATO-Truppen forderten bei den Kämpfen am Mittwoch in der Provinz Helmand Luftunterstützung an und stellten in der Ortschaft Gereshk Waffen und Munition der Aufständischen sicher.

"Der Feind kann sich vor uns nicht verstecken"
Das pakistanische Militär sei während der Operation in Paktika auf dem Laufenden gehalten worden, teilte die NATO-geführte Schütztruppe ISAF mit. Der ISAF-Regionalkommandant für Ostafghanistan, US-Generalmajor Benjamin Freakley, sagte: "Der Feind kann sich vor afghanischen und ISAF-Truppen nicht verstecken."

Die Regierung in Kabul warf der Führung in Islamabad wiederholt vor, dass Rebellen von Pakistan aus Ziele in Afghanistan angreifen würden. Der pakistanische Staatschef Pervez Musharraf hatte vor den Terroranschlägen vom 11. September 2001 in den USA die Taliban unterstützt, die 1996 mit Hilfe pakistanischer Geheimdienste in Kabul an die Macht gekommen waren. Nach dem 11. September hatte er sich auf die Seite der USA gestellt, die mit ihren Verbündeten militärisch intervenierten und das Taliban-Regime stürzten.

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