Anschläge bei G8-Gipfel befürchtet

Terror-Warnung

Anschläge bei G8-Gipfel befürchtet

Das deutsche Bundesamt für Verfassungsschutz hat erneut vor Anschlägen auf den Gipfel der sieben bedeutendsten Industriestaaten und Russlands (G-8) im norddeutschen Badeort Heiligendamm gewarnt.

Die Täter aus der extremistischen Antiglobalisierungsszene nähmen dabei Personenschäden in Kauf, sagte Behördenpräsident Heinz Fromm dem Nachrichtenmagazin "Focus" laut einer Vorabmeldung. In erster Linie seien aber Sachschäden das Ziel.

Konzerne gefährdet
Fromm rechnet schon vor dem Gipfel mit Anschlägen vorwiegend in Norddeutschland und besonders im Raum Berlin. Besonders gefährdet seien internationale Konzerne und staatliche Institutionen. In der militanten Szene sei über gezielte Attentate auf Personen intensiv diskutiert worden, sagte Fromm. Diese Angriffe seien abgelehnt worden, da eine Eskalation für politisch nicht opportun eingestuft werde. Die Mehrheit der Gipfelgegner, die nicht extremistisch orientiert sei, werde mit Gewaltaktionen eher abgeschreckt.

Die Antiglobalisierungskampagne hat laut Fromm offensichtlich an Attraktivität verloren. Die Erwartungen der Akteure auf die Teilnahme von 100.000 Demonstranten würden sich wohl nicht erfüllen, sagte der Verfassungsschützer. Für die im Februar in München stattfindende Sicherheitskonferenz, an der der russische Präsident Wladimir Putin und US-Verteidigungsminister Robert Gates teilnehmen werden, erwartet er keine größeren Störungen.

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